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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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Gelächter aus den sehr bekannten Drüsen, und aus den Mei-bomischen nnd der Karnickel und andern die begehrten Tropfenzu erpressen und sich diebisch mit diesem Fensterschweiß zu be-schlagen, so wolle er ihn erinnern, daß er damit so weniggewinnen könne, als wenn er die Nase schnäuzen und davonprofitiren wollte, indem in letztere, wie bekannt, durch dencluetuo Nivalis mehr ans den Augen fließe, als in jeden Kir-chenstuhl hinein unter einer Lcichenpredigt. Aber der El-sässer versicherte, er lache nur zum Spaß, nicht aus crnstcrnAbfichten.

Der Inspektor seinerseits, bekannt mit seinem dephleg-mirtcn Herzen, suchte dadurch etwas Passendes in die Augenzu treiben, daß er mit ihnen sehr starr und weit offen blickte.

Der Frühprediger Flachs sah aus wie ein reitenderBcttcljude, mit welchem ein Hengst durchgeht; indeß hätt' ermit seinem Herzen, das durch Haus- und Kirchenjammer schondie besten schwülsten Wolken um sich hatte, leicht wie eineSonne vor elendem Wetter aus der Stelle das nöthigste Was-ser aufgezogen, war' ihm nur nicht das herschiffende Flößhausimmer dazwischen gekommen als ein gar zu erfreulicher An-blick und Damm.

Der Kirchenrath, der seine Natur kannte aus Neujahrs-und Lcichenpredigten, und der gewiß wußte, daß er sich selberzuerst erweiche, sobald er nur an Andere Erweichungsredenhalte, stand aus da er sich und andere so lang am Trocken-seile hängen sah und sagte mit Würde: jeder, der seine ge-druckten Werke gelesen, wisse gewiß, daß er ein Herz imBusen trage, das so heilige Zeichen, wie Thränen sind, eherzurück zu drängen, um keinem Ncbenmcnschen damit etwaszu entziehen, als mühsam hervorzureizen nöthig habe aus