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daß er am Tage der Jnsinuazion noch vernünftig gewesen —endlich wurden die sieden Siegel, die er selber daraus gesetzt,ganz befunden. Jetzt konnte das Testament — nachdem derStadtschrcibcr wieder über dieses alles eine kurze Registraturabgefasset —- in Gottes Namen ausgemacht und vom regie-renden Bürgermeister so vorgelesen werden, wie folgt:
Ich Van der Kabel testire 179* den 7. Mai hier in mei-nem Hause in Haslau^in der Hundsgasse)ohne viele Millio-nen Worte, ob ich gleich ein deutscher Notarius und ein hol-ländischer Domins gewesen. (Doch, glaub" ich, werd' ich inder Notariatskunst noch so zu Hause seyu, daß ich als ordent-licher Testator und Erblasser austreten kann.
Testatoren stellen die bewegenden Ursachen ihrer Testa-mente voran. Diese sind bei mir, wie gewöhnlich, der seligeHintritt und die Verlaffenschaft, welche von vielen gewünschtwird, lieber Begraben und dergleichen zu reden, ist zu weichund dumm.(Das aber, als was ich übrig bleibe, setze dieewige Sonne droben in einen ihrer grünen Frühlinge, in kei-nen düstcrn Winter.
Die milden Gestiste, nach denen Notaricn zu fragen ha-ben, mach" ich so, daß ich für drei tausend hiesige Stadtarmejeder Stände eben so viele leichte Gulden aussetze, wofür siean meinem Todes-Tage im künftigen Jahre auf der Gemein-hut, wenn nicht grade das Revüc-Lager da steht, ihres auf-schlagen und beziehen, das Geld froh verspeisen, und dann indie Zelte sich kleiden können. Auch vermach' ich allen Schul-meistern unscrs Fürstenthnms, dem Mann einen Augustd'or,so wie hiesiger Jndcnschaft meinen Kirchcnstand in der Hof-kirche. Da ich mein Testament in Klauseln eingethcilt habenwill, so ist diese die erste.