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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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Damit entschuldige man Mbano's feurigen Brief! Denandern Tag erhielt er von Roquairol diese Antwort:

Ich bin wie Du. Am Himmclfahrtsabcndc will ichDich suchen unter den Larven."

Karl.

Dem Grasen stieg die Röthe der Kränkung über diesesgesuchte Verschieben der Bekanntschaft ins Gesicht; er wäresuhlt' er nach einem solchen Laute des Herzens, ohne eintodtes Interim von fünf Tagen und ohne eine Huldignngs-rcd oute im doppelten Sinne, sofort zum Freunde gegangenund seiner geworden. Jetzt aber schwor er, ihm nicht weitercntgegenzulanfcn, sondern ihn nur zu erwarten. Gleichwolverflattertc bald das gerührte Zürnen und er bewilligte demersten Blättchen des so lange gesuchten Lieblings immer schö-nere Milderungen: Karl konnte ja z. B. in dieses huldigendeGetöse nicht gern die heilige Zeit des ersten Erkenncns men-gen wollen oder die erste selbst-mörderische Ncdoutc machteihm jede zur begeisternden Aera eines neuen zweiten Lebens oder er wußte wol gar um Mbano's Geburtstag oderendlich dieser glühende Mensch ging oder flog seinen eignenPfad.-

Jndeß machte dessen Blatt, daß sich der Graf sein eignesvorrückte als eine Sünde gegen seinen Schoppe; er hieltdas Sehnen in der Freundschaft nach der Freundschaft fürSünde; aber du irrest, schöne Seele! Die Freundschaft hatStufen, die am Throne Gottes durch alle Geister hinansstcigcnbis zum unendlichen; nur die Liebe ist ersättlich und immerdieselbe und wie die Wahrheit ohne drei Verglcichungsgradeund ein einziges Wesen füllet ihr Herz. Auch hatten sich