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Damit entschuldige man Mbano's feurigen Brief! Denandern Tag erhielt er von Roquairol diese Antwort:
„Ich bin wie Du. Am Himmclfahrtsabcndc will ich„Dich suchen unter den Larven."
Karl.
Dem Grasen stieg die Röthe der Kränkung über diesesgesuchte Verschieben der Bekanntschaft ins Gesicht; er wäre —suhlt' er — nach einem solchen Laute des Herzens, ohne eintodtes Interim von fünf Tagen und ohne eine Huldignngs-rcd oute im doppelten Sinne, sofort zum Freunde gegangenund seiner geworden. Jetzt aber schwor er, ihm nicht weitercntgegenzulanfcn, sondern ihn nur zu erwarten. — Gleichwolverflattertc bald das gerührte Zürnen und er bewilligte demersten Blättchen des so lange gesuchten Lieblings immer schö-nere Milderungen: — Karl konnte ja z. B. in dieses huldigendeGetöse nicht gern die heilige Zeit des ersten Erkenncns men-gen wollen — oder die erste selbst-mörderische Ncdoutc machteihm jede zur begeisternden Aera eines neuen zweiten Lebens— oder er wußte wol gar um Mbano's Geburtstag — oderendlich dieser glühende Mensch ging oder flog seinen eignenPfad.-
Jndeß machte dessen Blatt, daß sich der Graf sein eignesvorrückte als eine Sünde gegen seinen — Schoppe; er hieltdas Sehnen in der Freundschaft nach der Freundschaft fürSünde; aber du irrest, schöne Seele! Die Freundschaft hatStufen, die am Throne Gottes durch alle Geister hinansstcigcnbis zum unendlichen; nur die Liebe ist ersättlich und immerdieselbe und wie die Wahrheit ohne drei Verglcichungsgradeund ein einziges Wesen füllet ihr Herz. Auch hatten sich