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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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Albano und Schoppe bei einer so gegenseitigen Seclenwandc-rung ihrer Ideen und einer so nahen Verwandtschaft ihresTrotzes und Adels weit lieber, als sic sich zeigten. Dennda Schoppe überhaupt nichts zeigte, so konnte man ihn wie-der nur mit dem Finger auf der Lippe, aber vielleicht destostärker lieben. Albano war ein hcißbrennender Hohlspiegel, derseinen Gegenstand nahe hat und ihn aufgerichtct hinter sichdarstcllt, Schoppe einer, der ihn ferne hat und ihn verkehrtin die Luft wirft.

Abends vor seinem Gcburts- und dem Huldignngstagestand 'Albano einsam am Fenster und wog seine Vergangenheit denn ein letzter Tag ist feierlicher als ein erster; am 31stenDezember überrechn' ich 365 Tage und deren Fata, am IstcnJenner denk' ich an nichts, weil ja die ganze Zukunft durch-sichtig ist oder in fünf Minuten ausseyn kann er maß,während über sein zu Ende gehendes zwanzigstes Jahr dieVcsperglockc läutete und die Vespcrhora in ihm anging, dieAbsidcnlinic seines moralischen Wesens und sah an denanfgcthürmtcn morgenden Tag hinaus, der vollhing entwedervon Frühlingsregcu oder von Hagelkörnern. Noch nie hatt'er so weich den Kreis geliebter Menschen überschauet oderdurch die offnen Thore der Zukunft geblickt als dasmal.

Aber die schöne Stunde störte Malz, der mit der Nach-richt hereinbrach, der hinkende Herr sei ins Wasser gesprungen.Aus dem Dachfenster sah man einen zurückkehrcudcn Dors-Lcichcnzug um die Ufer-Stelle gehäuft, wo sich Schoppe hin-cingcstürzt. Mit fürchterlicher Wildheit denn Zorn war in

') So heißet die Linie, die man von der Sonnenferne zur Son-nennähe zieht.