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„ihre kalten Sonnen verkettet und aufdeckt und wenn doch„unter allen weiten Bildern des Aethcrs kein geliebtes thcu-„rcs ist und die Unermeßlichkeit Dich schmerzlich anfzicht„und Du auf dem kalten Erdboden fühlest, daß Dein Herz„an keine Brust anschlägt als nur an Deine: o Geliebter,„weinest Du daun und recht innig? —
„— Karl, oft zählt' ich am Geburtstage die wachsen-den Jahre ab, die Federn im breiten Flügel der Zeit, und„bedachte das Verrauschen der Jugend: da streckt' ich weit„die Hand nach einem Freunde aus, der bei mir im'Cha-„rons Nachen, worin wir geboren werden, stehen bliebe,„wenn vor mir die Jahreszeiten des Lebens am Ufer vor-„überlauscn mit Blumen und Blättern und Früchten und„wenn aus dem langen Strome das Menschengeschlecht in„tausend Wiegen und Särgen hinuntcrschicßet.
„Ach nicht das bunte User fliehet vorüber, sondern der„Mensch und sein Strom; ewig blühen die Jahreszeiten„in den Gärten des Gestades hinauf und hinab, aber nur„wir rauschen einmal vor den Gärten vorbei und kehren„nicht um.
„Aber der Freund geht mit. O wenn Du in dieser„Stunde der Gaukeleien des Todes den bleichen Fürsten„mit den Jugend-Bildern auf der Brust ansichst und an den„grauen Freund denkst, der ihn verborgen im Tartarus be-trauert: so wird Dein Herz zerfließen und in sanften war-„mcn Flammen in der Brust umhcrrinnen und leise sagen:„ich will lieben und dann sterben und dann lieben: o All-mächtiger, zeige mir die Seele, die sich sehnet wie ich!
„Wenn Du das sagst, wenn Du so bist, so komm an„mein Herz, ich bin wie Du. Fasse meine Hand und be-