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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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ihre kalten Sonnen verkettet und aufdeckt und wenn dochunter allen weiten Bildern des Aethcrs kein geliebtes thcu-rcs ist und die Unermeßlichkeit Dich schmerzlich anfzichtund Du auf dem kalten Erdboden fühlest, daß Dein Herzan keine Brust anschlägt als nur an Deine: o Geliebter,weinest Du daun und recht innig?

Karl, oft zählt' ich am Geburtstage die wachsen-den Jahre ab, die Federn im breiten Flügel der Zeit, undbedachte das Verrauschen der Jugend: da streckt' ich weitdie Hand nach einem Freunde aus, der bei mir im'Cha-rons Nachen, worin wir geboren werden, stehen bliebe,wenn vor mir die Jahreszeiten des Lebens am Ufer vor-überlauscn mit Blumen und Blättern und Früchten undwenn aus dem langen Strome das Menschengeschlecht intausend Wiegen und Särgen hinuntcrschicßet.

Ach nicht das bunte User fliehet vorüber, sondern derMensch und sein Strom; ewig blühen die Jahreszeitenin den Gärten des Gestades hinauf und hinab, aber nurwir rauschen einmal vor den Gärten vorbei und kehrennicht um.

Aber der Freund geht mit. O wenn Du in dieserStunde der Gaukeleien des Todes den bleichen Fürstenmit den Jugend-Bildern auf der Brust ansichst und an dengrauen Freund denkst, der ihn verborgen im Tartarus be-trauert: so wird Dein Herz zerfließen und in sanften war-mcn Flammen in der Brust umhcrrinnen und leise sagen:ich will lieben und dann sterben und dann lieben: o All-mächtiger, zeige mir die Seele, die sich sehnet wie ich!

Wenn Du das sagst, wenn Du so bist, so komm anmein Herz, ich bin wie Du. Fasse meine Hand und be-