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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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gethan! Aber mir auch; denn wie könnt' cs mir besser er-gehen als euch allen?

Euer Schluß wäre demnach dieser: Da ihr schöne Tagenie so schön erleben könnt, als sie nachher in der Erinne-rung glänzen oder vorher in der Hoffnung: so verlangtetihr lieber den Tag ohne beide; und da man nur an den bei-den Polen des elliptischen Gewölbes der Zeit die leisen Sphä-renlaute der Musik vernimmt, und in der Mitte der Gegenwartnichts: so wollt ihr lieber in der Mitte verharren und anfhor-chen, Vergangenheit und Zukunft aber die beide kein Menscherleben kann, weil sie nur zwei verschiedene Dichtungsartennnsers Herzens sind, eine Ilias und Odyssee, ein verlornesund wiedergesundnes Miltons-Paradics wollt ihr gar nichtanhören und heranlassen, um nur taubblind in einer thieri-schcn Gegenwart zu nisten.

Bei Gott! Lieber gebt mir das feinste stärkste Gift derIdeale ein, damit ich meinen Augenblick doch nicht verschnar-che, sondern verträume und dann daran versterbe! Abereben das Versterben wäre mein Fehler: denn wer die poeti-schen Träume ins Wachen^) tragen will, ist toller als der

*) Es kann mir nicht vorgeworfen werden, daß ja die Szenenmeines Buches wirklich erlebte wären, und daß man keine bes-sere zu erleben wünschte; denn in der Darstellung der Phan-tasie nimmt die Wirklichkeit neue Reize an, Reize, mit welchenauch jede andere zurückgcwichcne Gegenwart magisch die Er-innerung durchschimmert. Ich berufe mich hier auf die Empfin-dung des Personales selber, das im Titan handelt, ob esnicht in meinem Buche - wenn cs anders darüber gerätstan den abgemaltcn Szenen, die doch seine eignen sind, einenstöhern Zauber findet, der den wirklichen abging, und der's