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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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Glanze wie niemals sonst?*) Und als die Morgenluft michwie ein Flügel anflattertc und hob, und als ich mich tiefer inden blauen Himmel tauchte, so sagt' ich: nuu bist du im Ely-sium. Da war mir, als sage eine Stimme: das ist dasirdische, und du bist noch nicht geheiligt für das andre. Ofeurig faßt' ich wieder den Entschluß, mich von so manchenMängeln losznwickcln und besonders dem zu schnellen Wahneder Kränkung abzusagen, den ich andern zwar verhehle, womitich sie aber doch verletze. Und da betete ich am Altäre undsagte der ewigen Güte Dank und weinte unbewußt vielleichtzu sehr, aber doch ohne Augenschmcrzen.

Zuletzt schrieb ich das hier beigclcgte Dankgedicht, dasich in Verse bringe, wenn cs der fromme Vater gutheißet.

Dankgedicht.

So schau' ich wieder mit seligen Augen in deine blühendeWelt, du Allliebendcr, und weine wieder, weil ich glücklich bin?Warum Hab' ich denn gezagt? Da ich unter der Erde gingin der Finstcrniß wie eine Todte und nur von fern die Ge-liebten und den Frühling über mir vernahm: warum war dasschwache Herz in Furcht, cs gebe keine Oeffnung mehr zumLeben und zum Lichte? Denn du warst in der Finstcrnißbei mir und führtest mich aus der Gruft in deinen Frühlingherauf; und um mich standen deine frohen Kinder und derHelle Himmel und alle meine lächelnden Geliebten! Oich will nun fester hoffen; brich immer der stechen Pflanze

*) Die Ursache ist, weil sie nach der Genesung noch kurzsichtigwar, und ein Kurzsichtiger sicht den Thau glänzender.