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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
Seite
258
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Tochter saß, die bald auf ihn, bald aus eine ihm noch ausLianens Morgcuzimmcr bekannte Spiel-Schäferei hinsahals das Morgcnwehcn durchs kühle Fenster das herrliche Ge-tümmel Hereintrieb besonders als im lichten Ausschnitte desFußbodens die sincsischen Schatten des Wein- und Pappel-lanbcs sich ineinander kräuselten und als endlich Charitonden Säugling mit einem ciligern lautern Wiegcnliede einsang,das ihm tönte wie ihr nachhallcnder Seufzer nach dem schönenJugendlandc: so wurd' ihm das volle vom ganzen Morgenangeregte Herz so wunderbar und besonders durch daswankende Schattcngcfccht säst bis znm Weinen bewegt; unddas Kind blickte ihm immer bedeutender ins Gesicht.

Da kam Pollux mit seinen beiden Quartblättern zurückund setzte sich nun selber auf seine Leseprobe. Schon die ersteSeite komponirte zu Albans inncrn Liedern die Melodie; aberer crricth weder die Verfasserin, noch das Datum des Brie-fes, außer später durch ein hin- und herspringcndcs Lesen.Die Blätter gehörten zu vorigen nicht einmal Streusandbezeugte ihre junge Geburt (denn Liane war zu höflich, einenzu brauchen) ferner waren alle Namen anders; nämlichJulienne, an die sie gerichtet waren, hatte leider, in d'Argen-sons bursau cleeklcllstuZe, d. h. am Hofe wohnhaft, verzifferteverlangt, und sie hieß mithin Elisa, Roquairol Karl undLiane ihre kleine Linda. Linda ist bekanntlich der Taufnameder jungen Gräfin von Romciro, mit welcher die Prinzessinam Tage jener für Roquairol so blutigen Redoute ein ewigesHerzens- und Korrespondenz-Bündniß aufgerichtct hatte;Liane, vor deren reinen dichterischen Augen sich jedes edleweibliche Wesen zur Gcbcnedeictcn und Heroine, der undurch-sichtige Edelstein zum durchsichtigen aushellte und reinigte.