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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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4L. Z y k c l.

Am Mai-Sonnabend schwand um 7 Uhr jeder Dunst ausdem Himmel, und die hcll-entwcichcnde Sonne zog einem herr-lichen Sonntage entgegen. Albano, der dann endlich das un-gesehene Lilar besuchen wollte, war Abends vorher so heilig-froh, als feiere er den Bcichtabcnd vor dem ersten Abendmahle; sein Schlaf war ein stetes Entzücken und Erwachen, undin jedem Traume ging ein bethörendcr Sonntagsmorgen auf,und die Zukunst wurde das dunkle Vorspiel der Gegenwart.

Sonntags früh wollt' er fort, als er vor der halbenGlasthüre des Phhfikus vorübcrmußte:H. Graf, ans einenAugenblick!" rief dieser. Da er cintrat, sagte der Doktor:gleich, lieber H. Graf!" und fuhr fort. Den Zeichnern,die in künftigen Jahrhunderten so aus mir schöpfen wollenwie bisher aus dem Homer, gcb' ich folgende Gruppe desDoktors als einen Schatz: er lag aus der linken Seite; Ga-lenus bügelte mit einer kleinen Kratzbürste den Rücken desVaters, indeß neben ihm Boerhave mit einem weiten Kammestand und solchen unaufhörlich steilrccht (nicht schief) durch dieHaare führte. Er sagte stets, er wüßte nichts, was ihn soaufhciterte und öffnete als Bürste und Kamm. Vor dem Bettestand van Swieten in einem dicken Pelze, den der Züchtlingbei warmen Wetter und schlimmer Aufführung tragen mußte,um darin sowol ausgelacht, als halb gekocht zu werden.

Zwei Mädchen warteten in voller Sonntagsgalla da undgedachten aufs Land zu einer Pfarrtochter und in die Dorf-kirchc; diese klopfte er erst von Glied zu Glied mit dem Ham-mer des Gesetzes ab. Er stellte seine Kinder, als Gegenfüßlerrömischer Beklagter in Lumpen, gern in Manschetten und