Quasten und galonnirt aus die Pillory, besonders vor Frem-den. Der Graf hatte sich schon längst der rothen Kinder wegengegen das offne Fenster gekehrt; konnte sich aber doch nichtenthalten lateinisch zu sagen: „war' er sein Kind, er hätte„sich längst umgcbracht; er kenne nichts mehr beschämendes, als„im Putze gescholten zu werden." -— „Desto tiefer (sagte„Sphcx deutsch) greift cs eben ein" und holte bei den Mäd-chen nur noch dieses nach: „ihr seid ein Paar Gänse und„werdet in der Kirche nur von eurem Lumpenkrame schnattern— warum gebt ihr nicht auf den Pfarrer Acht? Er ist ein„Esel, aber für euch Eselinnen predigt er gut genug; Abends„sagt ihr mir die Predigt ganz her." —
„Hier ist ein Laxirtrank, Herr Graf, den ich Sic, da„Sie nach Lilar gehen, der Landbaumeisterin zu geben bitte„für ihre kleinen Kröten; aber nehmen Sie cs nicht übel!" —Beim Henker! das sagen gerade die'Leute am häufigsten, diesich nichts übel nehmen. Der Graf — der ihm zu andererZeit verachtend den Rücken zugekchrt hätte — steckt' es crrö-thend und schweigend vor dem Retter seiner Liane zu sich,auch weil es für die Kinder seines geliebten Dians war, andessen Gattin er Grüße und Nachrichten bringen wollte.
43. Z y k e l.
Lilar ist nicht, wie so viele Fürstengärten, ein hcraus-gcrifsenes Matt ans Hirschseld — ein todter Landschafts-Fi-gurant und Vcxir- und Miniaturpark — ein schon an jedemHofe aufgesetztes und abgegriffenes Schaugcricht von Ruine»,Wildnissen und Waldhäuscrn: sondern Lilar ist das Naturspiclund bukolische Gedicht der romantischen und zuweilen gaukcl-