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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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man dm Mädchm gern das Gewissen, wie die Natur alle wich-tige Glieder, doppelt gibt, wie gutem Weine doppelten Boden; will Er Ihr zufällig wenigstens auf der Gasse begegnen,so schreitet (wenn diese in Dresden liegt) ein saurer Bedienterhinterdrein als ihr Pcstessig, Scclensorger, curntor oexus, clie-xnlier ll'Ilvnnaur, Sokrates-Genius, Kontradiktor und Pesti-lenziarius Hingegen aus dem Lande läuft (das ist alles)die Psarrtochter, weil der Abend so himmlisch ist, um diePsarrfeldcr spazieren, und der Kandidat braucht nun weiternichts zu thnn als Stiefel anzuziehen. Wahrlich unter Leu-ten von Stande scheint der Mantel der (erotischen) Liebe an-fangs ein v. Fausts Mantel zu sehn, der alles zu überfliegenschwört, indeß er blos alles überdeckt; allein am Ende stehteinem das Schrcckhorn, der Pilatusberg und die Jungfrauvor der Nase.

Seliger Held! Am Freitage kam der Lektor und rcferirte,am Montage werde der Höchstselige nämlich dessen leereSärge beigesetzt, und Roquairol reite das Frendcnpferdund Liane sei fast genesen, denn sie gehe mit der Ministerinmorgen nach Lilar, höchstvermuthlich um einigen trüben miteinem Trauerrandc umfaßten Gcdenkzctteln und Leichen-Erin-nerungen zu entrinnen und am Himmelfahrtstage daraufsei Huldigung und Redoute. . . .

Seliger Held! wiederhol' ich. Denn bisher, was besaßestdu vom blühenden Tempe-Thal als die dürre Anhöhe, woraufdu standest und in den Zauber hinuntersahest?