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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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über das mörderische Trauerspiel eiudrang. Julienne schiedvom Todtcn und von dem alten Schmerze und wars sich mitdem neuen an ihren Hals und klagte:o meine Liane, meineLiane! sichst du noch nicht? > Sieh mich doch an!"-Derzerrissene und zerreißende Bruder führte die Schwester, der nureinzelne Tropfen als kaltes hartes Wasser ans die blassen Wan-gen schlugen, mit der scharfen Frage fort:schwirret keinWürgengel mit rothcn Fittigcn durch deine Nacht, wirst erkeine gelbe Nattern aus dein Herz und keine Schwertfischein deine Nervengewebe, damit sie sich darin verstricken undan den Wunden die Sägczähne wetzen? Mir ist wohl inmeiner Pein, solche Disteln kratzen uns, nach guten Mora-listen, auf*) und bereiten uns zu.-Du jammervolle

Blinde, was sagst du, Hab' ich dich wieder recht elend ge-tüncht?" Wahnsinniger, sagte Julienne, lassen Sie nach,Sie bringen sic um.O was kann Er dafür (sagte Liane);die Migraine machte mir cs schon vorhin ncblicht."

Der Abschied der Freundinnen wurde in mehr als einerFinstcrniß genommen, und darin will ich ihn mit allen seinenQualen lassen. Dann bat Liane ihr Mädchen, es der Mut-ter so kurz vor dem Schlafe zu verschweigen, da cs sich viel-leicht in der Nacht noch gebe. Aber umsonst; die Ministerinwar es gewohnt, ihren Tag an der Brust und der Lippe ihrerTochter zu schließen. Nun trat diese geleitet herein und suchtedas Mnttcrherz irrig seitwärts, und dem sanstcrn Weinenkonnte sie in dieser geliebten Nähe nicht mehr wehren: da wurdeja alles verrathcn und alles gestanden. Die Mutter ließ

*) Mit Disteln wird das Tuch gcrauhct, d. h. aufgekratzt, umcs besser zu schecrcn.