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Hofmeistern ihre Zimmer anwics; ach seine vom heutigen Tageschon schwankende Seele wurde jetzt so heftig vom Inhalte desBriefes erschüttert! —
29. Z Y k e l.
Als Sphex dem Bibliothekar die Stube anfthat, warsolche schon besetzt von einer Kiste (auch aus Italien ange-langter) Vipern, von s/» Zentner Flachs, einem bleichen Reif-rocke und von 3 durchbohrten Seidenschuhcn der Doktorinsammt einer Waise und einem Vorrathe von Kamillcnkrant;das medizinische eheliche Paar hatte gedacht, das pädagogischeniste beisammen. Aber Schoppe versetzte recht gut und fastmit einiger Ironie gegen den vornehmer-traktirten Angusti:„je kräftiger und geistreicher und größer zwei Menschen sind,„desto weniger vertragen sie sich unter Einem Dcckcnstück,„wie große Insekten, die von Früchten leben, ungesellig„sind (z. B. in jeder Haselnuß sitzt nur Ein Käfer), indeß„die kleinen, die nur von Blättern zehren, z. B. die Blatt-läuse, nesterweisc bcisammenklcben." — Zesara hätte aller-dings an seinem unersättlichen Herzen den Geliebten, den ihmdas Geschick daran gelegt hätte, unaufhörlich in jeder Lageund Stunde wie einen Waffenbruder behalten wollen; aberSchoppe hat Recht. Freunde, Liebende und Eheleute sollenalles gemein haben, nur nicht die -— Stube; die groben For-derungen und die kleinlichen Zufälle der körperlichen Gegen-wart sammeln sich als Lampenranch um die reine weiße Flammeder Liebe. Wie das Echo immer vielsylbiger wird, je weiterunser Ruf absteht, so muß die Seele, aus der wir ein schö-