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„königliche Sterbebetten, wie die Perser königliche Gräber,„auch darum verstecken, nur den armen Landeskindern den„herben Zwischenraum zwischen dem Tode und der neuen Hul-digung möglichst abzukürzen. Ja da nach der Fikzion ein„König gar nicht stirbt, so haben wir Gott zu danken, daß„wir's überhaupt erfahren, und daß cs nicht mit dem Tode„desselben wie mit dem Tode des eben so unsterblichen Vol-taire geht, den die Pariser Journalisten gar nicht melden„dursten."
Van Swicten und Bocrhavc und Galenus brachten nachlangem Ausbleiben einen Brief an — Albano mit GaspardsSiegel; er riß ihn jugendlich-arglos aus ohne einen Blick aufden Umschlag; aber der Lektor nahm diesen in die Hand unddrehte ihn wie ein Postsekretär, Heraldiker und Siegelbewah-rer nach seiner Gewohnheit zur Visitazion sphragistischcr Wun-den herum und schüttelt über die schlechte Erneuerung desBriesadels, d. h. des Wappens, leise den Kopf. „Haben die„Jungen etwas am Siegel verletzt?" sagte Sphex. „Mein„Vater" (sagte lesend Albano,- um eine bis nach außen rei-chende Erschütterung zu überdecken, worein ein Flug schwererGedanken plötzlich alle seine innern Zweige setzte) „weiß den„Tod des Fürsten auch schon." Da schüttelte Augusti nochmehr den Kopf, denn da sich vorhin Sphex vom Briefe aufeinmal aus das fürstliche Sterben vcrsprang, so setzte dieserSprung fast die Lesung des erstem voraus. Der Leser ziehesich hiervon die Regel ab, daß er über die Entfernung zweierTöne, zwischen welchen die Leute vor ihm Hüpfen, stutzen unddaraus aus den Leitton zwischen beiden rathen müsse, den sieverstecken wollen.
Für den Grasen war es jetzt recht gut, daß der Doktor den