165
„Italien sehen wir uns in deinem Geburtsorte Isola bello.„Man wird dich abholen." — Auch Leser, die noch keine Wochelang Briese eines Gesandten-Personale zugeschnitten und zu-gesiegelt haben, merken leicht, daß der Vließ-Ritter gedenkt,seinen Sohn mit dem jungen Fürsten und ihre ersten PestitzcrVerhältnisse zu verknüpfen und zu mischen.
Ich bitte aber die Welt, nun das Paradies eines Men-schen auszumesscn, der nach so langer Seefahrt endlich dielangen User der neuen Welt im Meere hinliegcn sieht. Warihm jetzt nicht das Leben an hundert Ecken aufgethan? —Lorbecrkränzc — Ephcnkränze — Blumenkränze — Myrten-kränze — Achrcnkränze-alle diese Guirlanden übcrhin-
gcn das Pestitzcr Hauptthor und seine Hausthürc. Du Bru-der, du Schwester (ich meine Roquairol und Liane), welchervolle schmachtende Mensch zog euch entgegen! — Und welcherträumende und unschuldige! Homer und Sophokles und diealte Geschichte und Dian und Rousseau — dieser Magus derJünglinge — und Shakspcarc und die brittischen Wochen-schriften (worin eine höhere humanere Poesie spricht als inihren abstrakten Gedichten), alle diese hatten im glücklichenJünglinge ein ewiges Licht, eine Reinheit ohne Gleichen, Flü-gel für jeden ThaborS-Bcrg und die schönsten, aber schwierig-sten Wünsche zurückgclasscn. Er glich nicht den bürgerlichenFranzosen, die wie Teiche die Farbe des nächsten Ufers, son-dern den höhern Menschen, die wie Meere die Farbe des un-endlichen Himmels tragen. —
Ucberhaupt war jetzt der reifste beste Zeitpunkt für seineVeränderung. Durch Dian und durch dessen Reisen war sogarsein äußerer Mensch schöner entwickelt in Gastzimmern. DieMenschen gehen wie Schicßkugcln weiter, wenn sic abgeglättet