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kniecn und dann feurig und regierend aufzustehen nach derKrönung des inncrn Menschen! — Er hatte aus dem stillenLande den Altar der Religion in seiner Seele hoch und festgcbanct, wie alle Menschen von hoher Phantasie; aus Bergenstehen immer Tempel und Kapellen.
Aber ich werde ihn nie früher in die Pfingstkirchc beglei-ten als auf den Kirchthurm. Gibt cs etwas Trunkncrcs, alswenn er damals an schönen Sonntagen, sobald durch den wei-ten Himmel nichts als die schwere Sonne schwamm, zumGlok-kcnstuhle des Thurms anfftieg und überdeckt von den brau-senden Wellen des Geläutes einsam über die tiefe Erde blickteund an die westlichen Gränzhügcl der geliebten Stadt? —Wenn alsdann der Sturm des Klanges alles in einander undzusammen wehte; und wenn die Juwclcnblitze der Teiche unddas blumige Lustlagcr dcS hüpfenden Frühlings, und die ro-thcn Schlösser an den weißen Straßen und die langsam vcr-streneten Kirchlente zwischen dunkelgrünen Saaten, und derum reiche Auen gegürtete Strom und die blauen Berge, dieserauchenden Altäre der Morgenopfcr, und der ganze ausgedehnteGlanz der Sichtbarkeit ihn dämmernd überfüllte, und ihm al-les wie eine dunkle Traum-Landschaft erschien: o dann gingsein inneres Kolosseum voll stiller Götterformcn der geisti-gen Antike auf, und der Fackelschein der Phantasie *) glitt aufihnen als ein spielendes wandelndes magisches Leben umher
--und da sah er unter den Göttern einen Freund und
eine Geliebte ruhen, und er glühte und zitterte.... Dann
*) Anspielung auf die Fackeln, vor denen man das Kolosseumund die Antiken — und die Gletscher, die beides sind — ma-gischer glänzen sicht.