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10 (1848) Titan : erster Band
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Sommcrmorgen ctlichcmale^ vor der Rcktoratswohnnng Vorbei-gehen und cs außen mit anhörcn, mit welcher Stimme derMagister drinnen, obwol in altvaterischen Wendungen, aus demPlutarch dem biographischen Shakspeare der Weltgeschichte nicht die Schattenwelt der Staaten, sondern die darin glän-zenden Engel der Gemeine zitirt, die h. Familie großer Men-schen, und werfet im Vorbeigehen einen Blick auf das fun-kelnde Auge, womit der begeisterte Knabe an den moralischenAntiken hangt, die der Lehrer wie in einem Abgußsaale umihn versammlet. O wenn so die großen Wetterwolken derheroischen Vergangenheit sich an Zesarcns Seele wie an einGebirge hingen und daran mit stillem Blitzen und Tropfennicdcrgingcn: wurde da nicht das ganze Gebirge mit himm-lischem Feuer geladen und alles, was daraus grünte und keimte,befruchtet, erquickt und hcrausgctriebcn? Und könnt' erdann, so schön bewölkt, wol in die tiefe Wirklichkeit schauen?Ja blieb cs nicht dem Lehrer wie dem Schüler unter demMarktgctösc des römischen und des athenischen Forums, wo sicim Gefolge Kato's und Sokrates mit hcrumgingen, völlig un-bekannt, daß die rüstige Magisterin neben ihnen koche, bette,keife imd scheuere? Von den acht lärmenden Kindern vernah-men sie schon der Menge wegen nichts, denn nur Eine sau-sende Mücke hält man nicht ohne entsetzliche Anstrengung imZimmer aus, leicht aber einen ganzen Schwarm. Eben sowurde dic Schulstubc, aus deren Boden nichts fehlte, was manin Kanaricn - Hcckkastcn znm Nestmachcn wirst, Heu, Moos,Nehhaar, ansgezansetcr Flanell und fingerlanges Garn, beidendurch den Fußboden der alten (geographischen und histori-schen) Welt zugcdcckt, welcher, der römischen Paulskirchc ihrem

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