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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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vcrschwemmt und alle sanfte Schönheitslinicn seines Herzensauf sein Gesicht gezogen, wie etwa der Regen die Himmels-blnmc, die in der Sonne nicht erscheint, in durchsichtigen zit-ternden Fäden zeigt. Er stellte sich ausmerkend an den Vaterund behielt den ganzen Abend dessen Hand; und Albine ge-noß yr der doppelten Liebe ein doppeltes Glück; und sogarauf den Gesichtern der Bedienten lagen zerstreute Stücke vondem dritten Ncbenrcgenbogcn des häuslichen Friedens, demBnndeszeichcn der verlaufenen Wasscrsnoth.

Wahrlich, ich Hab' oft den Wunsch gcthan undnachher ein Gemälde daraus gemacht ich möchte dabei stehenkönnen bei allen Aussöhnungen in der Welt, weil uns keineLiebe so tief bewegt als die Wiederkehr ende. Es müßteUnsterbliche rühren, wenn sie die bcladncn, vom Schicksal undvon der Schuld oft so weit auseinander gehaltncn Menschensähen, wie sic, gleich der Valisncrie *), sich vom sumpfigenBoden abrcißcn und aufstcigcn in ein schöneres Element, undwie sie nun in der freier» Höhe den Zwischenraum ihrer Her-zen überwinden und zusammcnkommcn. Aber es muß auchUnsterbliche schmerzen, wenn sic uns unter dem schweren Ge-witter des Lebens gegeneinander auf dem Sch lackst sc ld eder Feindschaft ausgernckt erblicken, unter doppelten Schlägen,und so tödtlich getroffen vom fernen Schicksal und von dernahen Hand, die uns verbinden sollte!

') Die weibliche Valisnerie liegt zusammengcrollt unten im Was-ser, aus welchem sie mit der BlumenkuvSpe aufsteht, um imFreien zu blühen; die männliche macht sich dann vom zu kur-zen Stengel los und schwimmt mit ihrem trocknen Blutenstäubeder erstem zu.