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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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scnsammlungen, und lange Ströme nur wie graue zwischenein paar Länder gezogne schlaffe Seile, und Wiesen und Hü-gel nur in kleine Farbenkörncr und gefärbte Schatten eingc-krochen zu sehen und endlich auf eine Thurmspitze herab-znfallcn und sich der brennenden Abendsonne gegenüberzustcllcn,und dann anfznfliegcn, wenn sie versunken ist, und noch ein-mal zu ihrem in der Gruft der Nacht hell und offen sortblik-kcnden Auge nicderznschauen, und endlich, wenn sich der Erd-ball darüber wirft, trunken in den Waldbrand aller rothenWolken hineinzuflattern! . . .

Woher kommt es, daß diese körperlichen Flügel uns wiegeistige heben? Woher hatte unser Albano diese unbczwinglicheSehnsucht nach Höhen, nach dem Weberschiffc des Schiefer-deckers, nach Bergspitzen, nach dem Luftschiffe, gleichsam alswären diese die Bettaufhelscr vom tiefen Erdcnlagcr? Ach, dulieber Betrogener! Deine noch von der Puppcnhaut bedeckteSeele vermengt noch den Umkreis des Auges mit dem Um-kreise des Herzens und die äußere Erhebung mit der innern,und steigt im physischen Himmel dem idcalischcn nach ! Denndieselbe Kraft, die vor großen Gedanken unser Haupt und un-fern Körper erhebt und die Brusthöhle erweitert, richtet auchschon mit der dunkeln Sehnsucht nach Größe den Körper auf,und die Puppe schwillt von den Schwingen der Psyche, ja andemselben Bande, woran die Seele den Leib aufzieht, muß jaauch dieser jene heben können.

Wenigstens flog Albano zu Fuß den Berg hinab, um mitdem Bache sortzuwaten, der in die wcißgrüne Birken-Holzung,sich abzukühlen, floß. Schon öfters hatt' ihn seine Nobinso-naden-Sucht nach allen Strichen und Blättern der Windrosefortgewcht; und er ging gern mit einer unbekannten Straße