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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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Blumcubühler Thurm in Morgen; aus jenen und aus diesemkam zu ihnen ein verwehtes Mittagsgeläutc her; Albano hörteseine Zukunst und seine Vergangenheit zusammen tönen. Ersah nieder ins Dorf und hinauf an ein nettes rothes Häuschenauf einem nahen Berge, das ihm wie eine hell bemalte Urnelängst ausgewischtcr Tage nachglänztc; er seuszete; er blickteüber die weite Baustelle seines künftigen Lebens und sprengtenun mit verhängtem Zügel den Lindcnstädtcr Thürmen wieden Palmen seiner Laufbahn zu.

Aber das nette Häuschen gaukelte ihm wie ein rotherSchatten voraus. Ach hatt' er denn nicht in dieser Sennen-hüttc einmal einen träumenden Tag voll Zufälle verlebt, undnoch dazu in jener kindlichen Zeit, wo die Seele auf der Re-gcnbogenbrücke der Phantasie trocknes Fußes über die Lachenund Mauern der untern Erde- wegschreitet? Wir wollenin diesen lieben Tag, in dieses kindliche Vorfest des Lebens,jetzt mit ihm zurückgehen und die frühen: Stunden kennenlernen, die ihm so schön mit diesem Kuhreigen der Jugendaus der Senneuhüttc nachklingen.

11. Z y k e l.

Es war nämlich an einem herrlichen Jakobustage undzugleich am Geburtstage des Landschastsdircktors Wehrfritz,der aber damals noch keiner war - als dieser am Morgenden Wagen hcrausschieben ließ, um darin nach Pestitz zumMinister zu fahren und die Dreschmaschine des Staatesals Unterhändler der Landschaft versuchsweise in eine Säe-maschine umzustcllcn. Er war ein rüstiger Mann, dem einFericntag länger wurde als andern ein Exerzizicntag, und

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