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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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im Frühling war, wo immer der Tod sein blumiggeschmücktesOpferthor aufbanct und seine in die Vergangenheit gehüllteSchwester, deren Bild er bekommen, deren Aster-Stimme erdiese Nacht gehört, und deren letzte Stunde ihm der nächtlicheLügner näher gemalt. Sogar das nächtliche noch in seinemHerzen verschlossene Schattenspiel machte ihn durch die Uner-klärlichkcit da cr's keinem bekannten Menschen znzuschreibcnwußte und durch die Weissagung beklommen, daß er anseiner Gcburtsstnndc und diese stand so nahe, am Himmcl-fahrtstage den Namen seiner Braut vernehmen würde. Ver-lachende Tag nahm zwar den Geisterszencn die Todtcnsarbe,gab aber der Krone und der Wassergöttin frischen Glanz.

Er durchschwankte alle heiligen Stätten in diesem gelob-ten Lande Er ging in die dunkle Arkade, wo er die Re-liquien seiner Kindheit und seinen Vater gesunden hatte, undnahm mit einem bangen Gefühle die aus den Boden cntsallnezerquetschte Larve zu sich. Er bestieg die von Limonien mitSonnenschein besprengte Gallerte und sah nach den hohen Zy-pressen und den Kastaniengipfeln im weiten Blau, wo ihmder Mond wie das aufgegangne Mutter-Auge erschienen war. Er trat nahe vor eine Kaskade hinter dem Lorbcerwaldc,die sich in 20 Absätze, wie er in 20 Jahre, zcrtheilte, und er-fühlte ans den heißen Wangen ihren dünnen Regen nicht.

Er stieg nun aus die hohe Terrasse zurück, um seinenFreunden entgegen zu sehen. Wie gebrochen und magisch stahlsich der Sonnenschein der äußern Welt in den heiligen dun-keln Jrrhain der inncrn! Die Natur, die gestern ein flam-mender Sonncnball gewesen, war heute ein Abendstcrn vollDämmerlicht die Welt und die Zukunft lagen so groß umihn und doch so nahe und berührend, wie vor dem Regen