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Eisberge näher scheinen im tiefern Blan — er stellte sich aufdas Geländer und hielt sich an die kolossalische Statue, undsein Auge schweifte hinab zu dem See und hinauf zu den Al-pen und zu dem Himmel und wieder herab, und unter derfreundlichen Luft Hcspcriens flatterten leicht bedeckt alle Wellenund alle Blätter auf — weiße Thürmc blinkten aus dem User-Grün, und Glocken und Vögel klangen im Winde durchein-ander. — Ein schmerzliches Sehnen faßte ihn, da er nach derBahn seines Vaters sah; ach nach dem wärmcrn Spanienvoll schwelgerischer Frühlinge, voll lauer Orange-Nächte, vollumhcrgeworfcner Glieder zcrstückter Riesengebirge, da wäre ergern durch den schönen Himmel hingeflogen! — Endlich löstesich das Freuen und das Träumen und das Scheiden in jeneunnennbare Wehmuth auf, worein das Ucbermaß der Wonneden Schmerz der Gränzen kleidet, weil ja unsere Brust leichter
zu überfüllen als zu füllen ist.--
Auf einmal wurde Albano gerührt und ergriffen, als wenndie Gottheit der Liebe ein Erdbeben in seinen innern Tempelschickte, um ihn für ihre künftige Erscheinung cinzuweihcu, daer an einem indischen Bäumchen neben sich den Zettel mit dessenNamen Liane las. Er sah es zärtlich an und sagte immer:liebe Liane! Er wollte sich einen Zweig abbrechen; da er aberdaran dachte, daß dann Wasser aus ihm rinne, so sagte er:„nein, Liane, durch mich sollst du nicht weinen," und unter-ließ es, weil in seiner Erinnerung das Gewächs auf irgendeine Art mit einem unbekannten thcuern Wesen in Verwandt-schaft stand. Sich unaussprechlich hinübersehncnd blickte er-setzt nach den Tcmpclthorcn Deutschlands, nach den Alpen >—in einem Frühlingswölkchcn schien sich der schneeweiße Engelseines Traums tief einzuhüllcu und nur stumm darin dahinzu-