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„zweige und ein Ring von milchblauen Perlen, oder von Ver-gißmeinnicht — endlich zerfloß ein wenig Dust über dem„Roth, und blos ein offnes blaues Auge blickte unendlich mild„und flehend auf Albano nieder; und er streckte die Hände aus„nach der umwölktcn Gestalt, aber die Wassersäule war zu„niedrig. Da warf das schwarze Gewitter Hagelkörner, aber„sie wurden im Fallen Schnee und dann Thautropsen nnd end-lich im Wölkchen silbernes Licht, und der grüne Schleier„wallte erleuchtet im Dunst. Da rief Albano: ich will alle„meine Thräncn vergießen und die Säule aufschwellen, damit>;,ich dich erreiche, schönes Auge! — Und das blaue Auge„wurde feucht von Sehnen und sank vor Liebe zu. Die Säule„wuchs brausend, das Gewitter senkte sich und drückte das„Wölkchen voraus, aber er könnt' cs nicht berühren. Da riß„er seine Adern auf und rief: ich habe keine Thränen mehr,„Geliebte, aber all' mein Blut will ich für dich vergießen,„damit ich dein Herz erreiche. Unter dem Bluten drang die„Säule höher und schneller auf — der weite blaue Aether„wehte, und das Gewitter verstäubte, und alle verschlungnen„Sterne traten mit lebendigen Blicken heraus — das flat-ternde freie Wölkchen schwebte blitzend zur Säule nieder —-„das blaue Auge that sich in der Nähe langsam auf und„schneller zu und hüllte sich tiefer in sein Licht; aber ein lei-„ser Seufzer sagte in der Wolke: zieh mich in dein Herz! -—„O da schlang er die Arme durch die Blitze und schlug den„Nebel weg, und riß eine weiße Gestalt wie aus Mondlicht„gebildet an die Brust voll Glut — Aber ach, der zerrinnende„Lichtschnee entwich den heißen Armen — die Geliebte ver-ging und wurde eine Thränc, und die warme Thräne drang„durch seine Brust und sank in sein Herz und brannte darin,