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Abgüsse von den Antiken da zu nehmen. Schoppe versetzte:„uh hoffe, der Deutsche ist so gut mit Malcrakadcmicn und„mit Malcrkoliken versehen als irgend ein Volk; unsere Bal-„lenbilder — unsere Thcscsbildcr in Augspurg — unsere Leisten„über Zcitungsblättcrn und unsere Buchdruckerstöcke in jedem„dramatischen Werke, durch die wir eine srühere Slialcsxeare„6k>IIsr^ besaßen als London — unsere Mllgis - Gehangnen„am Galgen sind jedem bekannt, und zeigen am ersten, wie„weit wir's treiben. Aber ich will auch znlassen, daß Griechen„und Welsche so malen wie wir: so ragen wir doch dadurch„über sie hinweg, daß wir, gleich der Natur und den adeligen„Sponsircrn, nie die Schönheit isolirt ohne angcbognen Vor-„thcil suchen. Eine Schönheit, die wir nicht nebenher braten,„vcraukzionircn, anzichen oder hcirathcn können, gilt bei uns„nur das, was sie werth ist; Schönheit ist bei uns (hoff' ich)„nie etwas anders als Anschrot und Beiwerk des Vortheils,„so wie auch auf dem Reichstage nicht die angestoßenen Kon-„fckttischchcn, sondern die Sessionstafcln die eigentlichen Ar-beitstische des Reichs - corpu8 sind. Aechte Schönheit und„Kunst wird daher bei uns nur auf Sachen gesetzt, gemalt,„geprägt, welche dabei nützen und abwerfen: z. B. gute Ma-donnen nur ins Modejournal —- radirte Blätter nur aus„Briese voll Tabacksblättcr — Kameen auf Tabacksköpse —„Gemmen auf Pitschaste und Holzschnitte auf Kerbhölzer —„Blumcnstücke werden gesucht, aber aus Schachteln — treue>,Wouwermanne, aber zwischen Pferdeständcn neben Beschälern*)
*) Ein guter Wouwcrmann heißet in der Malcrsprache ein gutgemaltes Pferd, dessen Beschauen auf die Schönheit des künf-tigen Füllen cinfließet.