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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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Abgüsse von den Antiken da zu nehmen. Schoppe versetzte:uh hoffe, der Deutsche ist so gut mit Malcrakadcmicn undmit Malcrkoliken versehen als irgend ein Volk; unsere Bal-lenbilder unsere Thcscsbildcr in Augspurg unsere Leistenüber Zcitungsblättcrn und unsere Buchdruckerstöcke in jedemdramatischen Werke, durch die wir eine srühere Slialcsxeare6k>IIsr^ besaßen als London unsere Mllgis - Gehangnenam Galgen sind jedem bekannt, und zeigen am ersten, wieweit wir's treiben. Aber ich will auch znlassen, daß Griechenund Welsche so malen wie wir: so ragen wir doch dadurchüber sie hinweg, daß wir, gleich der Natur und den adeligenSponsircrn, nie die Schönheit isolirt ohne angcbognen Vor-thcil suchen. Eine Schönheit, die wir nicht nebenher braten,vcraukzionircn, anzichen oder hcirathcn können, gilt bei unsnur das, was sie werth ist; Schönheit ist bei uns (hoff' ich)nie etwas anders als Anschrot und Beiwerk des Vortheils,so wie auch auf dem Reichstage nicht die angestoßenen Kon-fckttischchcn, sondern die Sessionstafcln die eigentlichen Ar-beitstische des Reichs - corpu8 sind. Aechte Schönheit undKunst wird daher bei uns nur auf Sachen gesetzt, gemalt,geprägt, welche dabei nützen und abwerfen: z. B. gute Ma-donnen nur ins Modejournal- radirte Blätter nur ausBriese voll Tabacksblättcr Kameen auf TabacksköpseGemmen auf Pitschaste und Holzschnitte auf KerbhölzerBlumcnstücke werden gesucht, aber aus Schachteln treue>,Wouwermanne, aber zwischen Pferdeständcn neben Beschälern*)

*) Ein guter Wouwcrmann heißet in der Malcrsprache ein gutgemaltes Pferd, dessen Beschauen auf die Schönheit des künf-tigen Füllen cinfließet.