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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
Seite
40
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versetzte der Müde, ich habe dir heute »och viel zu sage»und wcnig-Zcit, weil ich morgen reise - und ich weiß nicht,wie lange mein Herzklopfen mich sprechen lasset." Ach,also war das vorige Zeichen einer gerührten Seele nur einZeichen eines nervenkranken Pulses gewesen. ... Du armerSohn, wie mußte vor dieser scharfen Lust dein bewegtes Meererstarren ach, wie an einem eiskalten Metall mußte deinewarme Hand anklcbcn und davon sich wundgcschält abziehcn!-Aber guter Jüngling! Wer von uns könnte dich tadeln,daß Wunden dich gleichsam mit Blut an deinen wahren oderfalschen Halbgott binden wicwol ein Halbgott sich öftermit einem Halbthicr als mit einem Halbmcnschen schlie-ßet und daß du so schmerzlich liebst? Ach, welche warmeSeele sprach nicht einmal die Bitte der Liebe vergeblich ausund konnte dann, gelahmt vom erkaltenden Gifte, gleich andernVergifteten, die schwere Zunge und das schwere Herz nichtmehr bewegen? Aber liebe fort, du warme Seele; gleichFrühlingsblumen, gleich Nachtschmctterlingcn durchbricht diezarte Liebe zuletzt doch den hart-gcfrorncn Boden, und jedesHerz, das nichts anderes verlangt als ein Herz, findet endlichseine Brust! >

S. Z y k e l.

Der Ritter nahm ihn auf eine über steinerne Säulen ge-führte Gallerte hinauf, die überall Limonienbäumc mit Düftenund kleinen regen vom Monde silbern geränderten Schattenvollstrencten. Er zog zwei Medaillons aus seiner Brieftasche,das eine bildete ein sonderbar-jugendlich aussehcndes weibli-ches Gesichtchcn vor, mit der Umschrift:l>lou8 ns nou8 ver-