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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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nichts Irdisches mehr an sich; so wie bei den Alten die vomheiligen Blitze des Himmels getroffene Stelle nicht mehr be-treten nnd überbaut werden konnte.

Wär' cs denn Sünde, sagte der Gras, wenn man nachgewissen Gedanken keine mehr denken wollte? Wenn ich jetztherzlich wünschte, daß mir, gegenüber dem Bilde dieser Ura-nidc, der große schöne Donner das kahle Leben auslöschte?War' dieß Sünde? Ach, warum muß der arme Erdensohnmeistens in Wintern aller Art sterben, selten im Feuer undFrühling?"

Freundlich nnd ruhig bestieg Charlotte Corday, suhr ichfort, die Trauerbühne, wo sie diesen Erdennamen ablegte, nndgrüßte die wilden Thiere unter dem Gerüste so sanft, daß so-gar diese zahm sich niedcrlegten. Lasset uns nicht lange ansdieser blutigen Stelle verweilen, wo so viele Seufzer undSchmerzen wohnen nnd nachtönen; nnd Du selber, Charlotte,hast hier die letzten über dieses Schlachtfeld des würgendenMarats, über dieses Erbbcgräbniß freier Herzen empfunden! Ein Würger nahm ihr die jugendlichen Locken, enthülltedas jungfräuliche Herz, das noch einmal in der blassen Todes-stunde das keusche Blut auf die verschämten Wangen triebnnd legte das blühende Leben unter die ansgespannte Parzen-scheere und cs entflog in die ewige Welt....... O, nur

nicht mehr als Einen Augenblick habe der Erdenschmerz, derErdentod den hohen Geist verfinstert, wie der Berggipfel dieSonne des längsten Sommertags nur eine Minute verdeckt,zwischen ihrem Unter- und Aufgang! Du aber, edlerMainzer, gehe nun mit deiner entbrannten Seele heim, nndsage noch einmal die kühne Wahrheit, nnd kehre dann auf die-ses Sterbegerüste zurück! Und niemand von uns weine