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mit ihren Wunden Balsam für die sinnige. Förster und an-dere Freunde hielten ihn mühsam ab, daß er sich nicht znmBeweise zugleich seiner Treue und Trostlosigkeit vor demKonvente den Dolch in die hart auSgeplüudertc Brust ein-stieß. Nun konnte er nichts weiter thnn (ehe Corday den ih-rigen ergriffen), als still und fest sehn, und mit der glühen-den Brust ans den fressenden Wunden ruhen; ins Holz vonBouloguc verbarg er sich, und las Brutus Briefe an Cicero;sein Angesicht blieb saltenlos, sogar heiter, denn die hoheSeele hoffet länger das Hohe, als die niedere, und wenn amHügel schon der Schatten liegt, so glühet der Berg noch langeder Sonne nach.
Da begegnete dieser feste, von der Zeit umhüllte Geistder geopferten, wie opfernden Corday auf ihrer Treppe zurGruft, oder eigentlich bei ihrer Himmellcitcr; er sah ihr stil-les, großes Untcrgehcn, und die Henker-Entheiligung ihresHauptes, und den alles verdrehenden Wahnsinn. — Nundrückte ihn das Leben und die Zeit zu schwer; — die nieder-gebogne alte Flamme seiner Seele loderte auswärts, er schriebein sehr gemäßigtes Blatt für Corday, ein zweites gegen denletzten oder Listen Wonnemonat, gegen die Vertrcibcr der Re-publikaner.
Er wurde ins Gcfäugniß In Coree geworfen; aber seinGeist und seine Zunge blieben frei. Er empfing darin keinenSchmerz, als^cn von seinem wohlmeinenden Bekannten We-dckiud, der ins llournal de In NvntnZne, um ihn zu ret-ten, die Lüge ciuschicktc, Lux habe nur aus wirklichem Wahn-sinn der Liebe für Corday so geschrieben. Aber er fordertekräftig den Widerruf ab, und wiederholte damit die deutscheKaltblütigkeit, womit er, in der früheren Schrift für Corday,