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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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gange derselben. Eorday blieb mit Leib und Seele nüchternund fest.

Endlich knm der rechtschaffene Düperret zu ihr ihrgewünschter Besuch des Ministers war vereitelt sie sandDüperret zwar standhast sür das Rechte, aber verschlossen, undsie ricth ihm bloS dringend, anS dem Konvent sich nach Cacn,wo er mehr Gutes wirken könne, zu begeben. Als er ihr amNicht- und Todestage Marats den Gegenbesuch machen wollte,wich sic ihm aus, um keinen Menschen in ihren Sturz zuziehen. Die hohe Alpenrose hatte nur Einen stechenden Dorn,blos gegen Einen Menschen.

Noch Abends am Freitage schrieb sic an Marat, und er-sucht' ihn dringender um einen Einlaß am Morgen.

Der Sonnabend kam; sic kaufte erst diesen Morgen ihrenDolch im Palais-Royal, und verbarg die Parzcnschccre inihrem Busen. Daraus begab sie sich zu Marat mit der dop-pelten Gewißheit, jetzo sterbe er unter ihren Händen, und zugleichsie selber unter denen des Volks. Er, obwol an Sünden krankund im Bade, ließ sie vor sich. Sic nannte ihm srei alleNamen der in Caen und Evrcux begeisterten Girondisten, diegegen die Bergpartei sich verschworen hätten, d. h. die Namenaller ihrer Lebens- und Ewigkeit-Freunde. Nun, in wenigTagen, versetzte er, wcrd' ich sie alle in Paris guillotinirenlassen. --^ Da nahm plötzlich die Nemesis Corday's Ge-

stalt an, und drchcte Marats Schlachtmcffer um gegen sein

eigenes Herz, und endigte so den niedrigen Menschen.

Aber ein gelindes Gericht von Gott und Menschen ergehe überdie bisher so unbefleckte Hand, die ein höherer Geist in einbeschmutztes Blut cintauchtc.

Dieß Gericht wird ergehen, sagte der Gras. Nein, wie