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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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die Seele mit dem höchsten Enthusiasmus aurührt und be-gabt, daun wird sic still und kalt, denn nun ist sie auf ewiggewiß."

Donnerstags (den 11. Jul!) kam Charlotte Corday inParis, als aus dem Richtplatz ihres Vaterlandes und ihresvorigen innern Lebens und ihres jetzigen. äußern an, wicwolals ein stiller, weißer Mond, der da aus dem heißen hohlenKrater aufgehcn muß, wie vor Neapel der Mond aus dem Ve-suv. Sic ging zuerst zum Deputaten Diiperret (einem nochnicht vertriebenen, aber schon augeklagten Girondisten, den manerst später hiurichtete), übergab ihm einen Brief von Barba-roux, und bat ihn, sie zum Minister des Innern zu begleiten,dem sie Papiere einer Freundin abzuforderu habe. Er ent-schuldigte sich mit seiner Tischgesellschaft, und versprach, siedenandern Morgen zu sehen und zu begleiten. Er erzählte dar-auf seinen Gästen, wie sonderbar und außerordentlich ihm dasganze Betragen und Sprechen dieser Jungfrau vorgckommen.

Am Freitag Morgen bat sie Marat in einem Billet umZugang, unter dem Vorwand republikanischer Geheimnisse;sie kam nach einer Stunde, aber umsonst. Eigentlich wardieses Mißlingen schon ein zweites; denn anfangs hatte sieihn, und folglich sich, mitten im Konvent opfern wollen.Solche Fchlschlagnngcn oder Kleinigkeiten, wie zum Beispieldie lange Reise, das heiße Wetter u. s. w., hätten einem ent-nervten moralischen Krastgcnie, das leicht für Einen Abendzu einem ähnlichen Feuer auflodcrt, sehr bald die Flammeausgcweht. Denn die meisten jetzigen moralischen Krastänße-rungcn sind nur epileptische; geistige und körperliche Nüch-ternheit sind jetzt nöthigc Zuthatcn der Helden, wie sonst Ab-