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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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neu, sondern auch vergrößern. Nnr dringen wir vor lauterVerboten selten zn den Geboten selber hindurch, und/'rauchensechs Wochentage, mn ans einem Sonntage anznlanden. O,was zu fliehen ist, weiß sogar der Teufel; aber was zn suchenist, nnr der Engel."

Wir wollen auf die Corday zurückkommcn, sagte derPräsident; cs wirst sich sogar über Nothwehr, d. h. den Erkaufmeines Lebens durch ein fremdes, die Frage der Rcchtmäßig-kcit auf. Warum soll das mcinige stets mehr wiegen, als dasfremde? Ich für meine Person könnte deshalb den größer»Vcrthcidignng-Muth weniger gegen Angriffe des meinigcn, alsgegen die eines fremden, z. B. meiner Kinder, beweisen, wieeine Mutter nnr für diese, nicht für sich eine Löwin wird."

Allerdings entscheiden hier Lebens-Abwägungen nicht,sagt' ich, weil sonst zwei Drittel der Menschen vogelsrei wür-den, sondern die verletzte Geistes-Majestät, die am Leibe oderLeben so beleidigt wird, wie ein Fürst an seinem beschimpftennächsten Diener, soll gerächt und behauptet werden. JederDespot tastet in meinem körperlichen Leben nur mein geistigesan. Weswegen sonst glaubt der Beleidiger sich Gcnug-thnung durch den Zweikampf zn verschaffen, als, weil dieserdie verletzte Geister-Gleichheit durch ein gleiches Doppel-Loosen um das Leben, wieder heilt?Unsere Moral fingder Graf an scheint mir zu sehr eine Häuslichkeit-Moral,und mehr eine Sitten- als Thatenlchre. Sie ist blos eineGeschmack-Lehre für das schaffende Genie. Es gibt eben sowolsittliche Genie-Züge, die darum nicht in Regeln und von Re-geln zn fassen, also nicht voraus zu bestimmen sind, als esästhetische gibt; beide indcß ändern allein die Welt, und weh-ren der fortlaufenden Verflachung. Es erscheine ein Jahrhun-