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indefi, man wird — wcil's nicht geht, wegen Schwache derSürplüskassc — vor der Hand die Kirche wcglassen, nnd sichans das Schulhaus cinschränken, dessen Autlitzscite Lnthernvorläufig zngecignet werden kann. Warum wendet man über-haupt uicht die öffentliche» Gebäude, die doch einmal gemauertwerden müssen, zu den uöthigsten Ehrenpforten großer Män-ner au, nud adressirt blos das Portal? Die Nazion suchedoch für ein SpinnhauS, das sie erbauet, einen großen Theo-logen, nud zeige, wie Nazioncn danken — für ein Schlacht-oder ein Gcbciuhaus einen Generalissimus — ein Hatzhaus,ein Findclhaus ehre einen großen Humanisten, nnd der Pran-ger einen gewöhnlichen Rezensenten — eine Irrenanstalt greifenach ihrem Philosophen, nnd für den seltenen Dichter wirdsich immer ein Stockhaus, Hospital und Armenhaus mit einemEingänge finden. Auf diese Weise dürfte vielleicht die Ver-mählung der Schönheit mit dem Nutzen, der Unsterblichkeitmit der Sterblichkeit wol so weit fortzutrciben scyn, daß wirsogar Götter- oder Hcrocnstatucn als Schncllgalgen für Leutekurzer Statur, oder als Pranger für langgewachsenc verbrau-chen lernten.
Erbärmlich ist's überhaupt, daß man so viel köstlichesGeld zu Verewigungen verschwenden muß, z. B. zu thencrnStatuen, die man anderswo — in Arabien, in Eisländern,in bremischen Bleikellern und in den syrakusischen Katakomben— umsonst haben könnte, wenn man, da es doch keine ähnli-chere Natur von einem Menschen gibt, als ihn selber, nämlichseinen Leib, jeden Unsterblichen, wo nicht cinbalsamirt aufstcl-len könnte, doch ausgebälgt? — Warum haben wir Mumienohne Namen, und doch Namen ohne Mumien? —
Ich merke endlich an, daß für Luther zu viel Krönmünzen