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Die rothcn Wogen stiegen um den bangen Menschen auf, undder einkricchcnde Weg ging nur noch über kalte, glatte Erd-schwänune, und endlich blos über eine lange, kühle, glatteNatter....
Er glitt herab, aber ein Wirbelwind wandte ihn herum,vor ihm breitete sich unabsehlich eine schwarze Eisscholle aus,auf der alle Völker lagen, die auf der Erde gestorben waren,starre, eingefrornc Leichcnhecrc — und tief unten im Abgrundläutete ein Erdbeben seit der Ewigkeit ein kleines geborstenes
Glöckchen; cs war die Todtenglocke der Natur.-„Ist
das die zweite Welt?" fragte der trostlose Mensch. Die Ge-stalt antwortete: „die zweite Welt ist im Grabe zwischen denZähnen des Wurms." — — Er blickte auf, um einen trö-stenden Himmel zu suchen, aber über ihm stand ein fester,schwarzer Rauch, das ausgcbreitcte Bahrtuch, das zwischen denWcltcn-Himmel und zwischen diese düstere, frostige Lücke derNatur gezogen war; und der Schutthaufen der Vergangenheitdampfte aus der Tiefe auf, und machte das Leichentuch schwär-zer und breiter.-Jetzo lief der Wiederschein einer hin-
abfallenden entzündeten Welt mit einem rothen Schatten überdie finstere Decke, und eine ewige Windsbraut verwehte sin-kende Klagstimmen herein.
„Wir haben gelitten, wir haben gehofft; aber wir wer-den gewürgt. — Ach, Allmächtiger, schaffe nichts mehr!"
Ottomar fragte: wer vernichtet sie denn? — Ich! sagtedie Gestalt, und trieb ihn unter die eingefrornen Leichenheere,unter die Larvenwelt der vernichteten Menschen. Wenn dieGestalt vor einer entseelten Maske vorüberging, so spritzte ausdem zugefallenen Auge ein blutiger Tropfen, wie ein Leichnamblutet, wenn ihm der Mörder nahe tritt. Er wurde unauf-