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weißen Lippen, mit weißen Augcnbraunen und Haaren. DieGestalt suchte den Kranken mit gekrümmten, langen Fühlhör-nern, die aus den leeren Augenhöhlen spielten. Sie wiegtesich näher, und die schwarzen Punkte der Fühlhörner schossen,wie Eisspitzcn, wehend um sein Herz. Hier trieb es ihn mitkaltem Anhauchen rückwärts; und rückwärts durch die Mauernund Felsen, und durch die Erde, und die Fühlhörner zucktenwie Dolche um seine Brust; aber wie er rückwärts sank —brach die Welt vor ihm ein — die Scherben zerschlagner Ge-birge, der Schutt stäubender Hügel fiel danieder — und Wol-ken und Monde zerflossen, wie fallender Hagel, im Sinken —die Welten fuhren in Bogenschüssen über die lcichcnweißc Ge-stalt herab, und Sonnen, von ergriffenen Erden umhangeu,sanken in einem langen, schweren Fall danieder — und endlichstäubte noch lange ein Strom von Asche nach....
Weiße Gestalt, wer bist du? fragte endlich der Mensch.„Wenn ich mich nenne, so bist du nicht mehr," sagte sic, ohnedie Lippen zu regen, und kein Ernst, keine Freude, keine Liebe,kein Zorn war noch aus dem marmornen Gesichte gewesen, unddie Ewigkeit ging vorüber, und veränderte es nicht. Siedrängte ihn aus einen engen Steig, der aus den Erdschollengemacht war, die unter das Kinn der Todten gelegt werden;der Weg durchschnitt ein blutiges Meer, aus welchem graueHaare und weiße Kinderfinger, wie Blüthen an Wasserpflan-zen, blickten, und er war mit brütenden Tauben, und nassenSchmetterling-Flügeln, und Nachtigalleneieru und Mcuschen-herzen überdeckt. Die Gestalt zerquetschte alle durch Darüber-schwebcu, und sic zog ihren langen grauen, aus dem weitenBlute schwimmenden Schleier nach, der aus der nassen Lein-wand gemacht war, die über den Augen der Todten gelegen. —