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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Bilder, vor seinem Geiste vorbei, und der dunkle reißendeStrom aus Blut spiegelte den durchwühlten Nachthimmel, undzerstückle Gestalten, und zerrinnende Blitze ab. Wenn derMorgen kühlend wieder kam, und wenn das Gift des Fieber-tarantelstichs aus dem müden Herzen verflogen war: so tobtevor ihm das unbewegliche Gewitter des Kriegs mit unaufhör-lichen Blitzen und Schlägen; und diese blutigen, durchbohrtenBilder standen dann in seinen mitternächtlichen Phantasien vorihm als Leichen aus.

In der Mitternacht, die ich jetzt beschreiben will, erreichtesein Fieber die kritische und steile Höhe zwischen dem Grabeund dem Leben. Seine Augen wurden Vergrößerspicgel in ei-nem Spiegelzimmcr, und seine Ohren Hör-Röhrc in einemSprachgcwölbe sein Krankenwärter streckte Ricscnglicder vorihm aus die wimmelnden Gestalten des übermalten Bett-vorhangs wurden dick und blutroth, und schossen auf, und fie-len in einem Schlachtgetümmel einander an eine siedendeWasserhose zog ihn in ihren schwülen Qualen hinauf, undrückte ihn brausend und wetterleuchtcnd über Meere weiterund unten aus dem tiefsten Innersten krochen kleine scharfeGespenster, die ihn schon in dem Fieber der Kindcrjahre ver-folgt hatten, mit klebrigen, kalten Krötcnsüßen an der warmenSeele herauf und sagten: wir quälen dich allemal!

Plötzlich, als das verfinsterte Herz sich aus dem heißenKrater des Fiebers zurückrollend hinauf arbeitete, überzog dieStubendccke der gelbe Wiederschein einer nahen Feucrsbrunst.Sein trocknes, heißes Auge starrte halb geschlossen die erleuchtetendurchsichtigen Bilder seines Vorhangs an, die mit der fernen Loheflatterten. Auf einmal dehnte eine Gestalt sich unter ihnenaus mit einem leichcnweißen, unbeweglichen Angesichte, mit