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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Hoch oben wird immer mehr die eigne Menschheit nicht,wie von Alexander, aus dem Schlafe umgekehrt aus demMangel desselben errathen. Gibt es nicht in allen ResidenzenJünglinge von Welt und Geburt, welche (besonders wenn dieGläubiger erwachen) gern so lange schliefen, bis sie stürben,oder doch bis ihre Väter? Und was hilft's manchem jungenMenschen, daß er Franklins Wink, Nachts zum bessern Schlafedie Betten zu wechseln, so gut er weiß, befolgt? Ans demGegengift wird in die Länge ein Gift.

Kurz, wer jetzo noch am festesten schläft die Glückli-chen in den Wachstuben aus der Pritsche ausgenommen isteiner oder der andere Homer, und die sogenannten zehn thö-richtcn Jungfrauen, welche in der Bibel den Bräutigam ver-schlafen.

Wenn ich gleichwol mehre geistige Mittel, einzuschlafen,freigebig anbiete, noch dazu in einem kurzen Aufsatze nichtin langen, dicken Bänden: so sind sie in der That nichtjenen Wüstlingen gegönnt und geschrieben, welche durchlauter mnitros clo plni8ii8 zu e8elnvs8 cks pIaisil-8 gemachtin der Nachtzeit, in welche sonst die alte Jurisprudenz dieFolter verlegte, blos darum die ihrige ausstehcn, weil sie sonstihre Freuden und Nachtviolen darin pflückten. Sie mögenwachen und leiden, diese Sabbathschänder des täglichen Sab-baths der Natur.

Gibt es hingegen einen Minister, der an einem Volke oder einen Autor, der an einem Werke arbeitet, und beideso feurig, daß sie eben soviel Schlaf verlieren, als versüßenoder irgend einen weiblichen Kopf, der das Näh- und Fang-Gewebe seiner oder fremder Zukunft so wie die Spinnendie ihrigen gern um Betten, und immer in der Nacht ab-

Jean PauNS ausgew. Werke. XV.