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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Mit dieser Gesinnung wurde das schöne Fest froher ge-feiert. Unser ganzes Leben ist ein nie wiederkommender Ge-hurttag der Ewigkeit, den wir darum heiliger und freudigerbegehen sollten. Dem ganzen Tage hing der frühe Thanglanzan — der Abend fand den Morgen noch im Schimmer, undder Mond spiegelte sich im Sonnenthau — die Sterne zogenin das Herz herab und erleuchteten die schönsten Nachtstückedarin — und was wollen wir Menschen denn weiter?-

VI.

Die Kunst, einzu schlafen.

(Aus der Zeitung für die elegante Welt.)

Für die jetzigen langen Nächte und für die elegante Weltzugleich, die sie noch länger macht, ist eine Kunst, einzuschla-fen, vielleicht erwünscht, ja für jeden, der nur einigermaßenausgebildet ist. Es gibt jetzo wenige Personen von Standund Jahren, die, das Glück ihrer höhern Feinde ausgenom-men, irgend ein anderes so sehr beneideten, als das einerHaselmaus, oder auch eines nordischen Bären, dessen Nacht-fchlummer bekanntlich gerade so lange als seine Nordnachtwährt, nämlich fünf Monate. Unsere Zeit bildet uns in Klei-dern und Sitten immer mehr den wärmcrn Zonen an undzu, und folglich auch darin, daß man wenig, und nur inMorgen- und Mittagstunden schläft; so daß wir uns von denNegern, welche die Nacht kurzweilig vertanzen, in nichts un-terscheiden, als in der Länge unserer Weile und unserer Nacht.