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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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stiegen goldnc Wolken aus dem Boden gen Himmel, undSternbilder schlichen sich hinter ihnen zu dem Boden nie-der. In Morgen stand die Ewigkeit hinter den letztenvergehenden Wolken, es war eine große verhüllte Glut hintereiner im Sturme umgctricbncn Regenwolke. Aber die Kindersahen nur noch hinauf zur letzten Sonne, die oben unterge-hen wollte. Da kamen die Töne, in denen ihre letztenWelten sprachen und starben; und die Kinder weinten alle,weil sic ihre lieben alten Erden-Melodien hörten, nnd siebeteten kindisch so zu Gott:Wir sind ja deine Kinder, Va-ter, wir sind in allen Welten gestorben, und wir weinenimmer noch fort, weil wir ja nicht zu dir, zu der ewigenLiebe und Freude kommen. - O wurde nicht der Himmel sotausendmal oft höher über uns, und so tausendmal tiefer,und unser liebes Erdclein verschwand bald rechts, bald links,und wir blieben immer allein? Höre, wie die guten Töne füruns beten!"

Plötzlich glomm hoch in der fernen Unendlichkeit die goldneFlügelspitze eines unsichtbaren Engels an die schmachtend-bebenden Kinder wurden unsichtbarer, wie Saiten, wenn siczittern und tönen, und verklangen im Gebete... Da singdie letzte Sonne oben zu lächeln an, und schlug blaue Augenauf. Der Engel mit rothen ausgebreiteten Feuerflügelnrauschte herunter, um mit ihnen die Welten-Aurora weg zustreifen, die um Gott hing... Und siehe, die letzte Sonnestand als Gott unten bei mir, die Welten waren verschwun-den, und ich sah nichts weiter und erwachte...

Aber der Jüngling erwachte, mit seiner Geliebten ander Brust, und sie lächelte angeschmiegt in sein Auge empor.Gegenüber fuhr die Morgenröthe auseinander, die Erden-