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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
Entstehung
Seite
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Schmetterlinge aus, wenn wir's denken der dicke Schlafkommt, sogleich wird er ein durchsichtiger Traum wirblicken ins dunkle Grab, und schlagen cs durch mit dem Au-genfunken, und unten sieht aus dem zweiten Himmel ein mil-des Sonnengcficht herauf."Nein, es ist erst Zeit, sag-ten die andern, seht nach dem Zifferblatt." Aus einerweißen hohen Gcsctztafcl flogen noch die wimmelnden Kugel-schatten umlaufender Welten durcheinander.

Nur die Töne allein konnten wir nicht verändern, dennsie sind selber Seelen, sagten wir. Sie waren schon aus deralten tiefen Erde bei uns gewesen, und waren uns nachge-gangen durch die Sonne, durch den Sirius und den unend-lichen Sternen-Weg; sie waren die Engel Gottes, die unsvon seinen Himmelhohen erzählten, daß das Herz vor lauterSehnsucht in seinen eignen Thränen starb.

Jetzt zog die Ewigkeit näher. Die Sonnen rings amHimmel-Rand waren alle eingegangen, und nur noch einigesanfte blickten mit einander an der dunkeln Höhe zusammen.Wir waren alle Kinder geworden, und der eine sagte zumandern: Du kennst mich, und ich dich sehr gut, aber wir ha-ben keine Namen. Helle gespannte Farben erklangen; hoheTöne blitzten oben im Flug, und die ticfern ließen am Bo-den Blumen fallen. Es donnerte; jetzo bricht das Welten-Eis, sagten wir, es wird schmelzen, und rinnen und verrin-nen. Wo bleibt aber mein kleines aus der Erde verstorbenesKind, sagte selber eines. Es schwimmt in seiner Wiege aufdem Weltenmeer daher, antwortete das andere.

Nun stand nur noch eine Sonne mild und bleich am ge-wölbten Blau. Der rollende Eisdonner verlief sich zu tie-fen Tönen, und endlich zu fernen Melodien. In Abend