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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Vorstellung vom andern Leben geben können; weil nur diesesUrbild jedes Urtheil über ein Nachbild rechtfertigen könne."

Ich antwortete: Könnt' ich das künftige Leben beschrei-ben, so hätt' ich es und der, der mich verstände; der ncuge-borne Säugling aber drängte sich durstend nach einer Kost,die er nicht chemisch prophezeien könne, und die doch der In-stinkt verbürge und treffe. Von der andern Welt sprechen wirjetzo, wie Blinde vor dem Staarstcchen von der sichtbarenalle Malereien ihres Morgcnroths würden, wie bei jenemBlinden, auf Dcfinizioncn vom Trompetenton hinauslauscn.

Hier spräche aber versetzte der Jüngling der Blindedoch nur zum Blinden, und Aehnlichcs orientirtc sich durchAehnliches. Aber eben darum, da kein Sinn durch die vierandern (und hier sollen sie gar über Nicht- und Ucbcr-Sinnerichten) gegeben sei, und das so wenig als z. V. durch alle Far-bcnebcncu ein Ton, daß wir diesen für ein Ich unter densprachlosen Flächen halten würden, wenn sich nicht Geruch,Geschmack, Gefühl eben so schneidend und selbständig, wie derTon, von den Farben schieden; und da doch diese fünf un-ähnliche Welttheile sich zusammenknüpsten und unterstützten:so sei aus ihrer irdischen Entfernung von einem künftigensechsten, siebenten u. s. w. gar nichts gegen das Dascyn undVerhältniß eines ähnlich-unähnlichen eben besagten sechsten,siebenten u. s. w. zu folgern; umgekehrt vielmehr alles dafür.

Das war etwas, und doch nur einseitig und halbseitig.Das Herz, sagt' ich, braucht aber etwas anderes als Sin-nen, man geb' uns tausend neue; der Lebensfaden bleibt dochauf dieselbe Weise leer-verglimmend, der leichte Punkt desAugenblicks lodert an ihm hinauf, und der lebendige Funkeläuft zwischen dünner Asche und leerer weißer Zukunft. Die