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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Liebe mußten gegen den eintrctcnden Taktschlägcr sich in an-gemessenen Spielen der Harmonie darstellcn. Die Tochter halt'es am leichtesten, sie hatte einen Vater zu empfangen und zuküssen. Auch der Zoller unternahm, bei so viel Wein imKopf, mit Erfolg die schwersten Umhalsungen. Nur derSchwiegersohn, Theudobach, begab sich gegen Katzcnbcrgcr,der ohnehin mit lauter Wintersciten besetzt war, mit Anstren-gung in das gewöhnliche krause Höflichkeit-Gefecht zwischenkühlen Schwiegervätern und heißen Schwiegersöhnen. Jefeuriger und reifer der Doktor das Ja im Herzen hatte, destofester verkorkte er cs darin; schon auch darum, um dem er-götzenden Ringcl-Frohntanze um sein Vaterherz herum zuzu-schen. Bona durchblickte sogleich die Jneinauderwirrung; dernun trockncre Hauptmann, der neben dem Alten die Hand derTochter nicht fortbehalten konnte, schien ihr Anstalt zum Ab-züge in sein Quartier im Sinne zu haben, um sich aus dem-selben an den Nordmann mit der Feder zu wenden. Auch dergeheizte Kopf des Zollers, schien's ihr, versprach mit allemseinen Revcrberierfeuer nicht viel Licht für den Ausgang derSache.

Aber sie that es kühn ab; sie bat die Gesellschaft umeinen einzigen Augenblick, um mit ihrem alten Arzte einWort zu reden. Man ging leicht, nur Mchlhorn schwer.

Sie leitete wirklich mit einigen Kranken-Fragcn ein, chesie den Doktor zur Geschichte ihrer Frcuudin, zu der Ver-gangenheit, Gegenwart und Zukunft derselben, übcrsührtc.Zuletzt kam ihr eben aus Wöchnerin-Schwäche ihre Schwächeganz aus dem Sinn, und sie ließ Herz und Zunge flammenfür Theoda. Ihr verschwinde zwar, sagte sie, mit ihr dashalbe Glück des Lebens; wenn aber diese dadurch das ganzegewinne, so weine sic gern ihre heißesten Thränen.