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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
Entstehung
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nie ruhiger und schärfer in Haushaltungen, als durch zarteRitzen: entweder in einen offnen Himmel oder offnen Schaden,und er wisse dieses n^erturns ü»8, oder diese oerviwo lumi-IIUII» et pro8pectu», kurz diese Licht-Anstalt mit nichts zuvergleichen, als mit Todtenbcschau und Leichenöffnung; nie seier von solchen Fensterläden weggegaugen, ohne irgend einenGewinn davon zu tragen, entweder eines Schmähwortes aufihn, oder sonst einer Offenherzigkeit.

Durch den Fensterladen sah er nun mit Erstaunen dieWöchnerin Bona im Bette, und in ihren Händen zwei fremdeHände, die sie auf einander drückte, Thcoda's und Theudo-bachs, indem sie ihr klares, obwol mattes Auge mit so vielEntzückung und Theilnahme zu den beiden Liebenden aufhob,als sic ihrem Zustand erlauben durfte. Er sah ferner, wieder Umgclder mit (geborgten) Weingläsern und mit (bezahltem)Weine, ohne Anstand, aber lebhaft umhersprang, und den Auf-guß seiner eignen Begeisterung einer himmlischen verhielt undanbot, sogar der neuen Kindbetterin, welche indeß mitten inder ihrigen genug Bedachtsamkeit besaß, diesen bösen Honig-thau des Wochenbetttes auszuschlageu. Er vernahm sogar,daß der Zoller ein Wagstück mit seiner Zunge bestand undsagte: gnädigster Herr Gevatter, aufs hohe Wohl unseresPathen! Von dem Nachmittag und der vorigen Nacht waralso (sah er durch die Spalten) das Pfund jeder Stunde ge-wissenhaft benutzt, und auf Zinsen der Liebe angelegt. Niesah die blasse, hellblauäugige Bona verklärter und durchsichtigeraus, als in dieser Stunde des Mit-Entzückcns, aber ihreVerklärung verschönerte auch die fremde; denn ein liebendesPaar erscheint zärtcr nnd himmlischer durch den Wiederscheineiner theilnehmcnden Freude.

Jetzt hörte der Doktor den Zoller ausrufen:ich gäbe