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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Juden zum Ostcrmonat nach Jerusalem, gegangen, um daskritische Passahlamm oder den Passahsiindcubock zu schlachtenund zu genießen; noch aber fehle der Bock, und kam' er an,so sei doch manches anders, als er's haben möchte. Strykiuskonnte nicht anders, als er mußte stutzen. Bei der drittenFlasche oder Stazion hielt es der Doktor für seinen Scheinzuträglich, ein wenig mit seinem Verständigscyn nachzulassen,und mehr inS Auffallende zn fallen; überhaupt mehr denMann zu zeigen, der nicht weiß, was er will.Noch geht'sgut, Herr Kollege, sagt' er, doch fleht man, was der Menschverträgt. Ich wäre jetzt im Stande, jedem, der wollte, un-angenehme Dinge mit einer solchen juristischen Kautelarjuris-prudenz zn sagen, daß der Mann an keine Jnjuricnklagc den-ken dürste. Es böte mir z. B. eine vornehme Residenz-Frauihr Herz und Hand, so könnt' ich, da es, nach Quistorp *),für Kleinigkeiten einen recht hämischen Dank zu sagen, keinen-eniiinis injnrikwcki, Schimpf- oder Schmäh-Willen vcrräth,der trefflichen Dame inS Gesicht versichern: gut! Ich nehmenoch Ließ an; aber nun beschämen Sie mich mit keinen grö-ßer» Geschenken, da ich noch nicht einmal Ihre Kleinigkeitenzu vergelten vermocht. Dieß könnt' ich.

So weiß ich aus demselben Quistorp die andere Ein-schränkung, daß man nie beschimpfe, wenn man blos die Sa-chen seines Neben- und Mit-Menschen (nicht ihn) verächtlichheruntcrsctzt, als etwan seinen Anzug, seine Gastmählcr u. s. w.Ich würde also mit Vorbedacht, da doch am Menschen allesnur fremde Sache ist, außer seiner Moralität, die er sich, wie

*) Quistorps Grundsätze des teutschen peinlichen Rechts. Ir Bd.2te Auflage.