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Rechtsgelehrten gegen die höher» Stände nicht zehnmal gröberausfallen, als sie thnn, nnd nicht so grob, als die Virtuosender Zeichen-, der Ton-, der Schan- nnd der Tanzkunst längstgethan; denn ohne jene, die ja erst Lang-Leben und Wohl-leben verschaffen, sind alle Springer und Geiger unbrauchbar,indem alle Philosophen darüber einig sind, daß man, umwohl zu leben, zuvörderst leben müsse. Doch sprech' ich jenennicht alle Grobheit ab, sondern nur den größten Grad. Et-was anders sind Dichter, Weltwcise nnd Moralisten, ja Pre-diger (in unser» Tagen), diese können nie höflich genug sehn,weil sic nie unentbehrlich genug sind.
Endlich setzte sich der Doktor mit dem Glanze, den erals ein Lichtmagnet an sich gezogen vom Fürsten-Sterne,kalt zu seinem Mehlhorn und seiner Tochter. Der Umgcldcrhätte beinahe den Hunger verloren vor Anbetung des Für-sten und vor Bewunderung Katzenbergers, der so leicht mitjenem diskurirt hatte. Unter dem Essen lenkte der Doktordie Rede ausS Essen und merkte an, er wundre sich über nichtsmehr, als daß man bei der Seltenheit von Kadavern undvollends von lebendigen Zergliederungen, so wenig den sürdie Wissenschaft benutze, in dem man selber stecke, besondersim Sommer, wo todte faulen. „War' cs Ihnen zuwider, »Hr. Mehlhorn, wenn ich jetzt z. B. den Genuß der Speisenzugleich mit einem Genüsse von anatomischen Wahrheiten oderSeclcnspeiscn begleitete?" „Mit tausend Wohlgefallen, thcucr-ster Hr. Doktor, sagt' er, sobald ich nur kapabel bin, Ihrergelehrten Zunge zu folgen." — „Sie brauchen blos zu mei-nem Sprechen zu käucn; nämlich blos von der Käufunkzionwill ich Ihnen einen kleinen wissenschaftlichen Abriß geben,den Sic auf der Stelle gegen Ihre eigne, als gegen lebendi-