berühmten Gelehrten — der seinen Bückling mehr nur mitdem innern Menschen machen konnte, obwol nur vor einemvan Errieten, Sydenham, Haller, Swift — mit größererHöflichkeit Abschied, als Katzcnberger vcrhältnißmäßig erwie-dcrte, ja mit zn großer fast. Warum aber? vielleicht weilüberhaupt Fürsten gern dem fremden Gelehrten am höflich-sten begegnen — weil ihre Höflichkeit sic noch nichts kostet —weil sic ihn erst angeln wollen — weil ein von innen ausFrcigcmachter bei ihnen unter die Freiherren und Freifrauentritt, d. h. unter ihres Gleichen — weil die Sache ohne Fol-gen (gute ausgenommen) ist — weil die Fürsten gern allesthun, aber nur Einmal, auch das Beste — weil die ganzeSache kurz abgcthan, und lang abgcsprochcn wird — weil sieeinmal in Erstaunen ihrer Herablassung setzen wollen, welchesbei Unterthanen sie zn viel kosten würde >— weil sic vomManne später an der Tafel etwas sagen wollen, und ihn alsovorher etwas sagen lassen müssen — und weil sic eben das-selbe ohne alle Gründe thäten, um so mehr, da sie den besag-ten Mann schon halb vergessen, wenn er noch da steht, undsich nach Jahren nicht gut mehr erinnern, wer der Menschgewesen — und endlich, weil es doch beim Himmel auch Für-sten gibt, welche, wie Friedrich II., die schönste Ausnahmemachen, und einen Gelehrten noch höher würdigen, als einGelehrter.
Jndcß auch einheimische Schriftsteller könnten die Sachebenützen, und sich vor solchen von ihren Fürsten, die aufihnen, wie Sultane aus verschnittenen nieder gebückten Zwer-gen, sich in den Sattel schwingen wollen, geradezu als Tanz-bären ausrichtcn und aus die Hinterfüße treten. Um so un-begreiflicher bleibt cs darum, daß bisher die Acrzte und die