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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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rück, und schlug ihm sofort den schönem und Hellern Gangvor, den in die Abends erleuchtete Höhle.

Aber um sich für ihr Entsagen zu belohnen, las sie denfolgenden Brief der Kindbetterin wieder und ruhiger:Herz!Ich darf Dir nicht viel antworten auf alle Deine gelehrtenBriese. Ich bin diese Nacht niedergckommen, und zwar miteinem herrlichen, großen Jungen, der wie das Leben selberanssicht; und ich ärgere mich nur, daß ich ihn nicht gleich andie Brust legen darf, meinen schreienden Amandus; auch ichbin nicht sonderlich schwach, ob mir gleich der Physikns Brics-schrcibcn und Aufstehcn bei Seligkeit verboten. Du hast. DuLeichte, Dein dickes Halstuch, das Du durchaus in der Abcnd-kälte nicht cntrathcn kannst, bei mir liegen lassen, Du Leicht-sinnige, und mein einfältiger Mchlhorn konnte cs in allenKommoden nicht heraus finden, bis ich endlich selber aufstand,und es erst nach einer Stunde ausstöbertc, weil der Menschden Shawl für einen Mantel oder so etwas angesehen, undunter die andern Sachen hinein gewühlt hatte. Zur Strafemuß er Dir in der Rocktasche das bauschende Ding hintra-gcn. Aber wie ich lese, bist Du ja um und um mit lauterFallgruben von Mannsleuten umgeben. O, komme doch rechtbald nach Pira und Pflege mich, und wir wollen darüberrecht ordentlich reden, denn ich kann die Feder nicht führen,wie etwa Du. Deinen Nieß könnt' ich keine Stunde leiden;der Hauptmann wäre mehr mein Mann. So einen mußt Dueinmal haben, einen Vernünftigen und Gesetzten, keinen Phan-tasten, denn ich wundere mich oft, wie Du bei Deinem Ver-stände und Witze, wo wir Weiber alle dumm vor Dir stehen,doch so närrisch und unüberlegt handeln, und Dir oft garnicht sogleich Helsen kannst, aber doch andern die herrlichsten