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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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19. S u m m u l a.

Mondbelustigungcn.

Auf der kurzen Fuhrt nach Fugnitz wurde sehr geschwie-gen. Der Edelmann sah den nahen Luna's Abend mitten imSonnenlichte schimmern; und der Mondschein mattete sich, ausdieser Seelen-Fcrnc geschauct, zu einem zweiten zärtcrn ab.Theoda sah die niedergehende Sonne an, und ihr Vater denHasen. Die stille Gesellschaft hatte den Schein einer ver-stimmten; gleichwol blühte hinter allen äußern Knochen-Gitternein voller hängender Garten. Woher kommt's, daß der Mensch sogar der selber, der in solchem Dunkel überwölbter Her-zens-Paradiese schwelgt und schweigt gleichwol so schwerVerstummen für Entzücken hält, als fehle nur dem Schmerzdie Zunge, als thue blos die Nonne das Gelübde des Schwei-gens, nicht auch die Braut, und als geb' es nicht eben so gutstumme Engel, wie stumme Teufel?

Im Nachtquartiere traf fich's für den Edelmann sehrglücklich, daß in die Fenster der nahe Gottesacker mit getünch-ten und vergoldeten Grabmälern glänzte, von Obstbäumenmit Zauberschatten und vom Mond mit Zauberlichtern ge-schmückt. Es wurd' ihm bisher neben Theoda immer wohlerund voller ums Herz; gerade ihr Scherz und ihr Ungestüm,womit ihre Gefühle wie noch mit einer Puppen-Hülse aus-flogen, überraschten den Ueberfcinertcn und Verwöhnten; unddie Nähe eines entgegengesetzten Vaters hob mit Schlagschattenihre Lichter; denn er mußte denken: wem hat sie ihr Herz zu