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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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gleich einmal tapfer gegen meinen Vater gewehrt, da er sagte,an einem Poeten zögen wir den Knicfall dem Sylbcnsall vor,ein Paar Frcicrsüße sechs Versfüßen, Schäfcrstundc» denSchäferlicdcrn, und waren gern die Hauschrc einer Deutsch-lands Ehre: so hatt' er doch halb und halb Recht. Diedumme Mädchcnfragc war nämlich die: ob der Dichter eineBraut habe.Wenigstens bei meiner Abreise noch nicht,"versetzte Nicß.O ich wüßte, sagt' ich, nichts Rührende-res, als eine Jungfrau mit dem Edlen am Tranaltare stehenzu sehen, welchen sie im Name» einer Nachwelt belohnen soll;sie sollte mir meine heiligste Schwester scyn, und ich wolltesie lieben wie ihn." Wahrlich, Sie könnten es, sagte Nießmit unnütz-feiner Miene.

O Gott, zanke nur hier über nichts, Du Hellseherin.Ach, mein Gesicht-Lärvchen wahrlich mehr eine komischeals tragische Maske gibt mir keine Einbildungen, weil ichdoch damit keinem Manne gefallen kann, als einem halbblin-den, der, wie Du, nichts verlangt, als ein Herz; aber derfreilich sollte dieses denn auch ganz haben, mit allen Kam-mern und Hcrzohren und Flämmchcn darin, und mein kleinesLeben hinterdrein.

Ich wollt', es gäbe gar keine Männer, sondern die gött-lichsten Sachen würden blos von Weibern geschrieben; warummüssen gerade jene einfältigen Geschöpfe so viel Genie haben,und wir nichts? Ach, wie könnte man einen Rousseau liebhaben, wenn er eine Frau wäre!

Gute Nacht, meine Seele! So viel Himmel als nur hin-cingebt, komme in Dein Herzchen!" Th.