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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Hierauf versetzte Hr. v. Nicß:vielleicht sollt' er, Dcmoi-selle, dieser Gestalt nach Maler-Ideal haben; aber leider flehter fast so aus wie ich."

Gewiß Hab' ich darauf ein einfältiges Staun-Gesichtgemacht, und wol gar die Antwort gegeben:wie Sie?"Acbcrhaupt schien meine zu lebhafte Vorschildcrei seines Freun-des ihn nicht sonderlich zu ergötzen.Thcoda und Theudo-bach fuhr er fort behalten ihre Achulichkcit sogar inder Statur; denn Er ist so lang als ich."Nein, unter-fuhr ich, dann ist er kürzer als ich; eine Frau, die so langist als ein Mann, ist länger als ein Mann." Es schwollenbeinahe Gistblascn mir auf, gesteh' ich gern. ES verdroßmich das ewige Prahlen mit der körperlichen AchnlichkcitTheudobachs bei so wenig geistiger. Ich denke an seine un-ritterliche Furcht und an meine Perücke beim Wagcn-Umwurf.Er wollte sich an meinen Kops anhaltcn, um seinen zu retten.Raufen aber ist eine eigne Weise, einem Mädchen den Kopfzu verrücken. Mein Vater wird ihn mit dieser Perücke, wo-mit^cr in die Grube gefahren, noch oft fegen, wie die Bedien-ten in Irland damit die Treppen kehren.

Freilich war's an ihn eine dumme Mädchenfragc, die ichnachher gcthan, wie ich Dir beichten will. Aber wer macht'sdenn anders? Die Leserinnen eines Dichters sind alle seineheimlichen Liebhaberinnen die Jünglinge machen es mitDichterinnen auch nicht besser; und wir denken bei einemGenie, der Ehre unseres Geschlechts wegen, zuerst an dieFrau, die der große Mann uns allen vorgczogcn, und diewir als die Gesandtin unseres Geschlechts an ihn abgcschickt.Auf seine Frau sind wir sogar neugieriger als aus seine Kin-der, die er ja nur bekommen und selten erzieht. Ob ich mich