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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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verbeugte sich stufenweise vor jedem. Der Doktor fragte,warum er immer so umkchrc?Er sei, sagte er, so unglück-lich gewesen, sein Taschenbuch in Huhl zu vergessen; undjetzt so glücklich geworden, indem cr's hole, eine solche Gesell-schaft immer vor Augen, wenn auch von weitem, zu haben."So nehmen Sie hier Rücksitz und Stimme," sagte derDoktor zu Rießens Verwundrung.

Der Winkel-Schul-Direktor war lange, wol zehnmal,adeliger Haus- und Schloß-Lehrer gewesen hatte mehrals hundert Hausbällen zugeschaut, und getraute sich jedeadelige Schülerin noch anzurcdcn, wenn sie mannbar gewor-den wie der alte Deutsche im Trünke keusch blieb, so warer stets mitten unter den feinsten Dessertweinen nicht nurkeusch, sondern auch nüchtern geblieben, weil er den schlechte-sten bekam und war überhaupt an den Tischen seiner Her-ren tafclfähig, wenn auch nicht stimmfähig gewesen. DiesesDurchwälzen durch die feine Welt hatt' an ihm so viele ele-gante Sitten zurückgclasscn, als er zu oft an Spezial-, jaan Gcncralsupcrintendentcn vermißte; so daß ihm öfter nichtszum vollständigsten feinsten bat fehlte als der Muth; aber erglich dem Prediger, welcher aus der Kanzel, mitten zwischenseinen heiligsten Erhebungen über die Erde und deren Gaben,von Zeit zu Zeit die Dose aufmacht und schnupft. Dabeihatte er durch langes Erziehen fast alle Sprachen und Wissen-schaften, sammt übriger Bildung, in den Kopf bekommen/ dieihm, wie einem armen Postkncchte Rcichthümer und Prinzen,zu nichts halsen, als daß er sie weiter zu schaffen hatte. Daer indes, kein Wort sagte, das nicht schon einen Verleger undVerfasser gehabt hätte: so horte man seine Schüler lieber alsihren Lehrer.

Jean Paul's ausgetv. Werke. X.V.

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