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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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heiß vom nahm Nachmittagschlummer, hätt' etwas darumgegeben, wenn ihm sein Gesicht von einem Gcspcnste wäregegen den Rücken und das Kutschcn-Fenstcrchcn gedreht gewesen,damit er ungesehen hätte lächeln können; wenigstens aberschnarchte er.

Theoda indcß, nie mit einer lauen, oder höflichen Ucber-zcngung zufrieden, suchte den Poeten für den Vater noch stär-ker anzuwärmen durch das Berichten, wie dieser, bei demScheine einer geizigen Laune, ganz uneigennützig, als heilen-der Arzt, Armen öfter als Vornehmen zu Hülfe eile, unddabei lieber in den seltensten, gefahrvollsten, als in gefahrlosenKrankheiten der Schutzengel werde. Jedes Wort war eineWahrheit, aber die Tochter, voll kindlicher und jeder Liebe,kam freilich nicht dahinter, daß ihm eigentlich die Wissenschaft,nicht der Kranke höher stand als Geld, und daß er mit einergewaltigen Gegnerin von kranker Natur am liebsten dasmedizinische Schach spielte, weil aus der größern Verwicklungdie größere Lehrbeute zu holen war; ja er würde für einestichhaltige Versicherung der bloßen Leichenöffnung jeden um-sonst in die Kur genommen haben, ans Liebe zur Anatomie.

Vollends aber die Güte, womit mein genialer Vateralle Wünsche erfüllt, mit welchen ich nicht gerade seinen wissen-schaftlichen Eifer störe, und was er alles für meine Bildunggethan, kann ich als Tochter leichter in meinem Herzen verehren,als durch Worte andern enthüllen; aber schmerzen muß es michjederzeit, wenn ich ihn bei andern, da er Stand und fremdes Ur-theil gar zu wenig achtet, ordentlich daraus ausgehcn sehe,verkannt zu werden" beschloß Theoda. Du warme Verblen-dete! So wie wir alle merken, bildet sie sich ein, den PoetenNieß durch Preisen für ihren Vater zu gewinnen, für einen Mann,